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Brennpunkte Reaktionen auf Vorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung
Nachrichten Brennpunkte Reaktionen auf Vorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung
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21:12 31.08.2018
Zeitumstellung in Madrid: Der Uhrenmacher Terradas justiert die Uhr auf dem Puerta del Sol-Platz. Foto; Emilio Naranjo/EFE Quelle: Emilio Naranjo
Brüssel

Die Ankündigung der EU-Kommission, einen Gesetzesvorschlag zur Abschaffung der Zeitumstellung vorlegen zu wollen, sorgt auch im EU-Ausland für Diskussionen. Einige politische Reaktionen im Überblick:

SPANIEN

Die spanische Regierung unterstützt den Vorschlag grundsätzlich. Dies betonte Regierungssprecherin Isabel Celaá am Freitag. Die Frage einer Änderung der gängigen Regeln stehe „auf der Agenda der Regierung“. Spanien nimmt jedoch eine Sonderposition ein, denn schon lange gibt es im Land Überlegungen, die Greenwich-Zeit einzuführen, die auf den Kanarischen Inseln sowie in Ländern wie Großbritannien oder Portugal gilt. Spanien hatte bis 1942 zur Zone der Westeuropäischen Zeit gehört. Diktator Francisco Franco ließ - wohl aus Sympathie für das Hitler-Regime - die Mitteleuropäische Zeit einführen. Seither gehört Spanien quasi einer falschen Zeitzone an, viele Menschen berichten von einem „permanenten Jetlag“.

ITALIEN

Innenminister Matteo Salvini: „Die EU-Kommission arbeitet so hart dafür, die Sommerzeit abzuschaffen, aber es ist ihr total wurst, daran zu arbeiten, eine legale Einwanderung hinzubekommen. Mir fehlen die Worte, die Italiener zahlen Milliarden, um die Zeiger an den Uhren zu ändern.“

GROSSBRITANNIEN

„Die britische Regierung hat derzeit keine Pläne, die Zeitumstellung abzuschaffen“ sagte ein Sprecher des zuständigen Ministeriums in London.

DÄNEMARK

Parlamentspräsidentin Pia Kjærsgaard (Dänische Volkspartei) sagte der Nachrichtenagentur Ritzau: „Ich fand es immer gut, zur „normalen“ Zeit zurückzukehren. Einige wollen gern eine zusätzliche Stunde am Abend haben. Das kann ich gut verstehen. Aber wir sind hier im hohen Norden mit hellen Sommerabenden privilegiert.“

ESTLAND

Wirtschaftsministerin Kadri Simson: „Estland hat sich von Anfang klar und deutlich in der Angelegenheit geäußert und war einer der Vorkämpfer neben den Finnen. Es ist eine Freude, zu sehen, dass Tausende von Esten an der Online-Umfrage teilgenommen haben und ein klares Signal abgegeben haben, dieses Thema voranzubringen.“

dpa

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