Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Seehofer dringt auf Ende der Debatte um K-Frage
Nachrichten Brennpunkte Seehofer dringt auf Ende der Debatte um K-Frage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:04 30.08.2016
Anzeige
Landshut/Berlin

CSU-Chef Horst Seehofer hat die CDU zu einem rasche Ende der Kanzlerkandidaten-Debatte ermahnt. „Die Diskussion dieser Tage wird bald beendet sein“, sagte er am Montagabend in Landshut voraus.

Die Debatte über die Zukunft von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die auch von Spitzen der CDU geführt wurde, sei „dämlich“, betonte Seehofer und ergänzte: „Das ist alles Käse und Quatsch.“

Es sei klar abgesprochen zwischen Merkel und ihm, dass die Personalfragen für die Bundestagswahl in CSU und CDU erst nach den Sachthemen geklärt werden sollten. „Die ewigen Diskussionen über Personen sorgen für Politikverdrossenheit.“ Seehofer schrieb der Schwesterpartei ins Stammbuch: „Zuhören, nachdenken, entscheiden, das ist die richtige Reihenfolge in der Politik.“

Die stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Julia Klöckner, Volker Bouffier und Armin Laschet hatten sich zuvor klar dafür ausgesprochen, dass Merkel auch bei der Bundestagswahl 2017 Kanzlerkandidatin wird. Am Wochenende hatte der „Spiegel“ berichtet, Merkel wolle ihre Entscheidung für eine erneute Kandidatur wohl erst im Frühjahr 2017 bekannt geben. Grund dafür sei, dass Seehofer erst dann entscheiden wolle, ob seine Partei Merkel wieder unterstütze.

Der CSU-Chef warb am Montagabend für eine Politik der logischen Schritte. „Erst muss man darüber abstimmen, was man will und dann muss man sehen, mit welchen Personen man das machen kann.“ Es wäre falsch, mit großem zeitlichen Abstand zu den Wahlen schon über Namen zu sprechen. „Das können vielleicht Menschen machen, die wie Micky Mäuse in der Politik sind, aber keine Vollprofis.“

Seehofer sagte weiter, es sei der Wille der CSU, gemeinsam mit der CDU in den Bundestagswahlkampf zu gehen. „Aber wir müssen erst schwierige Fragen klären.“ Er sei froh, dass die Union Merkel habe. Der CSU-Chef betonte aber auch, dass weder Merkel noch er selbst unersetzlich seien: „Niemand ist in keinem Bereich auf Gedeih und Verderb auf jemanden angewiesen.“

In der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag) mahnte Seehofer Unionspolitiker mit Blick auf die Wahlen, keine „Leichtmatrosendiskussionen“ mehr zu führen, etwa über künftige Koalitionen. Nach einem Treffen Merkels mit Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte es neue Spekulationen über Schwarz-Grün gegeben. Die CSU lehnt ein Bündnis mit den Grünen strikt ab.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat das Fehlen eines echten Herausforderers von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bedauert.

30.08.2016

Arbeitsministerin Andrea Nahles plant laut „Bild“ ab Januar eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze.

30.08.2016

Die Bundesregierung will sich im Streit mit der Türkei über das Besuchsverbot für Bundestagsabgeordnete auf der Luftwaffenbasis Incirlik nicht unter Druck setzen lassen.

30.08.2016
Anzeige