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Sexueller Missbrauch durch UN-Soldaten in 69 Fällen bestätigt

New York Sexueller Missbrauch durch UN-Soldaten in 69 Fällen bestätigt

Es sind grässliche Vorwürfe, die UN-Truppen angelastet werden. Doch weil die Soldaten zu selten strafrechtlich verfolgt werden, wiederholen sich die sexuellen Gräueltaten. Wird ein neues UN-Register reichen, um sie öffentlich an den Pranger zu stellen?

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Ein Wagen der UN bei einer Patrouillenfahrt in Afrika.

Quelle: Stuart Price/archiv/illustration

New York. Die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und der Ausbeutung durch UN-Soldaten im vergangenen Jahr sind in 69 Fällen bestätigt. Darunter seien auch 22 Fälle in der Zentralafrikanischen Republik, sagte ein ranghoher UN-Vertreter.

Zudem gebe es dort neue Vorwürfe in fünf Fällen, an denen Militärs und Polizisten aus dem Kongo, dem Senegal, dem Niger, Marokko sowie Bangladesch beteiligt sein sollen. Sechs Minderjährige sollen betroffen sein.

Zum ersten Mal seit fünf Jahren sei die Zahl der Vorwürfe wieder gestiegen, sagte Anthony Banbury, stellvertretender Generalsekretär für den Außendienst. Mit den Tränen kämpfend versprach er, sexuellen Missbrauch durch UN-Friedenstruppen auszumerzen. „Die Vereinten Nationen tun alles Mögliche, um die Opfer zu unterstützen, Verantwortung und Gerechtigkeit walten zu lassen und zu verhindern, dass solche Fälle (...) sich wiederholen.“

So soll es künftig ein öffentliches Register über entsprechende Ermittlungen und Verfolgung durch diejenigen Mitgliedstaaten geben, die Truppen bereitstellen. Ein im Februar erscheinender Bericht von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zu dem Thema wird erstmals die Länder namentlich nennen, deren Truppen solcher Verbrechen beschuldigt werden. Zudem soll diese Liste im Internet veröffentlicht und mit dem Stand ihrer jeweiligen Ermittlungen laufend aktualisiert werden.

Nach UN-Richtlinien sind die Länder für die strafrechtliche Verfolgung von Delikten, die ihre Militärangehörigen im Dienst begehen, allein verantwortlich. Einen regelmäßigen UN-Bericht über beschuldigte Länder gibt es bisher nicht. Zudem finden Opfer teils nie heraus, ob die Täter zur Rechenschaft gezogen wurden. Selbst wenn es seitens der UN „hohe Erwartungen“ an die Länder gibt, Fortschritte bei der Verfolgung zu melden, bleibt es ihnen selbst überlassen, ob sie Bericht darüber erstatten.

Vergangenen Monaten waren immer wieder Missbrauchsvorwürfe gegen Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik laut geworden. Religiöse Konflikte haben dort Tausende das Leben gekostet und nach UN-Angaben rund 470 000 Menschen zur Flucht in die Nachbarländer Kamerun, Tschad und Kongo gezwungen. Die Zentralafrikanische Republik zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

dpa

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