Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Streit um Berliner Spielstraße kommt vor Gericht
Nachrichten Brennpunkte Streit um Berliner Spielstraße kommt vor Gericht
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:52 23.06.2017
Ein „Spielstraße“-Hinweisschild und ein Geschwindigkeitsschild hängen in Berlin in der Gudvanger Straße in Prenzlauer Berg. Quelle: Monika Skolimowska
Berlin

Das Verwaltungsgericht Berlin verhandelt heute über den Streit um eine temporäre Spielstraße in Berlin-Prenzlauer Berg. Mehrere Anwohner haben gegen die teilweise Sperrung der Straße für den Autoverkehr geklagt. Wann das Urteil gesprochen wird, stand noch nicht fest.

Laut Bezirksamt Pankow sollten auf einem Abschnitt der Straße jeden zweiten Dienstag von Mai bis Oktober zwischen 10.00 und 18.00 Uhr Kinder ungestört spielen dürfen. Die Kläger monierten laut Gericht, dass die Straße unzulässig zu einem Spielplatz umgewandelt werde, für den es auch keinen Bedarf gebe.

Die Kläger hätten den Rechtsstreit inzwischen zwar für erledigt erklärt, doch nun bestehe das Bezirksamt auf grundsätzlicher Klärung, sagte ein Gerichtssprecher. Die Klage war vor einem Jahr eingereicht worden.

Um das Projekt war lange gerungen worden. Im Frühjahr 2015 stand das Straßenstück kurzzeitig einmal pro Woche nur Kindern zur Verfügung. Autos durften weder durchfahren noch parken.

Eine Anwohnerin stoppte das Spielen per Eilantrag. Die Spieltermine wurden gekürzt. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte die Anwohner-Klage als weiteren Beleg für eine latente Kinderfeindlichkeit der Gesellschaft gewertet.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In Chile sind jetzt Geheimakten über Ermittlungen gegen Nazi-Spione während des Zweiten Weltkriegs freigegeben worden.

23.06.2017

Schwerer Sturm über dem Norden und Osten Deutschlands: Mindestens zwei Mensch sterben. Fern- und Regionalzüge fahren nicht mehr. In Hamburg wird ein Tornado gesichtet, Konzerte werden abgesagt - andernorts schwitzen die Menschen bei Rekordtemperaturen.

22.06.2017

Wer Yilmaz, Özer, Mansour oder Rashid heißt, hat deutlich schlechtere Chancen bei der Wohnungssuche als ein Schmitz, Müller oder Fischer. So lautet das Ergebnis eines Experiments von Medien. Vermieter wehren sich.

22.06.2017