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Supermarkträuber zu lebenslanger Haft verurteilt

Hannover Supermarkträuber zu lebenslanger Haft verurteilt

Monatelang verbreitete ein Supermarkträuber in Deutschland Angst und Schrecken. Kassiererinnen ging er brutal an. In Hannover erschoss der Mann einen Kunden, der ihn stoppen wollte. Doch der Täter streitet das ab.

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Der Angeklagte auf der Anklagebank im Landgericht in Hannover.

Quelle: Holger Hollemann/archiv

Hannover. Nach einer Überfallserie auf Supermärkte in ganz Deutschland ist ein 42-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden - wegen Raubes und Mordes. Bei den Überfällen hatte es einen Toten und mehrere Verletzte gegeben.

In Hannover erschoss der Mann einen 21-Jährigen, der ihn aufhalten wollte, mit zwei Schüssen aus nächster Nähe in Kopf und Oberkörper.

Die Kammer am Landgericht Hannover sah bei dem Mann eine besondere Schwere der Schuld. Der Verurteilte kann deswegen frühestens nach 21 Jahren den Antrag stellen, auf Bewährung freizukommen. Im Prozess hatte der Angeklagte bis kurz vor Schluss zu den Vorwürfen geschwiegen. Erst wenige Stunden vor dem Urteilsspruch hatte er dann von manipulierten Beweisen der Polizei gesprochen und eine Beteiligung an den Taten abgestritten.

Anhand von DNA-Spuren wurden dem 42-Jährigen aber Taten in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Bayern zugeordnet.

Mit seinen Überfällen hatte der Räuber monatelang Angst und Schrecken vor allem bei Angestellten von Supermärkten verbreitet. Bei seinen Raubzügen ging er stets nach demselben Muster vor: Kurz vor Ladenschluss betrat er den Markt, bedrohte die Kassiererin mit einer Pistole und verlangte Geld.

Bundesweit wurde mit Bildern aus Überwachungskameras nach dem Mann gefahndet. Ende Juni 2015 konnte die Polizei den Serienräuber dann bei seiner Einreise aus Polen nahe Dresden festnehmen. Handydaten hatten die Ermittler auf seine Spur gebracht.

Das Gericht entsprach mit seinem Urteil der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte nicht auf ein konkretes Strafmaß plädiert.


Medieninformationen des Landgerichts Hannover

dpa

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