Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Symbolische schwarz-rote Versöhnung auf dem Balkon
Nachrichten Brennpunkte Symbolische schwarz-rote Versöhnung auf dem Balkon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:03 24.10.2013
Balkonszene: Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU, l.), die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft (SPD), und Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) in Berlin. Foto: Kay Nietfeld
Berlin

Der Balkon der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin ist zum Schauplatz schwarz-roter Harmonie geworden. Nach verbalen Keilereien in der vorangegangenen Sondierung brachten sich dort zum Auftakt der dritten Runde einige Spitzenleute von Union und SPD für Fotografen in Stellung.

Da standen CSU-Verkehrsminister Peter Ramsauer, CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) und CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und plauderten angeregt. Mittendrin: NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die in den vergangenen Tagen noch als jene SPD-Frau angesehen wurde, die eine große Koalition mit größter Skepsis sieht. Außerdem soll sie mit CSU-Mann Dobrindt heftig aneinandergeraten sein.

Bei dem Balkon-Auftritt scheint das vergessen. Oder besser: vergeben. Kraft und Dobrindt reichen sich die Hand und strahlen. Ramsauer richtet lachend sein Handy auf sich und Kraft. Und dann steht die Runde mit verschränkten Armen da und blickt in Richtung der großen Kameralinsen. Ihr Gesichtsausdruck: Na, alles im Kasten?

Hinterher bestätigte Dobrindt die symbolträchtige Geste. Unions- Fraktionschef Volker Kauder (CDU) habe während der Verhandlungen in seine Richtung und die von Kraft gesagt: „Ihr könntet Euch doch jetzt mal aussöhnen.“ Darauf habe Kraft geantwortet: „Wir haben's doch längst gemacht, auf dem Balkon“, erzählte Dobrindt. „Ich habe dazu geschwiegen, aber es stimmt.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Frage, wie sie zu einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro stehen, haben erst wieder an diesem Donnerstag die fünf Top-Wirtschaftsforscher beantwortet: Sie lehnen ihn ab.

24.10.2013

Union und SPD wollen Gespräche über eine große Koaliiton beginnen. Was seit der Wahl geschah - eine Chronologie:

22. September: Bei der Bundestagswahl holt die Union 41,5 Prozent der Stimmen.

24.10.2013

SPD-Chef Sigmar Gabriel ist optimistisch, dass Union und SPD bei Koalitionsverhandlungen in allen strittigen Fragen eine Einigung erzielen können.

24.10.2013