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Brennpunkte Todesopfer bei Buschbränden in Australien
Nachrichten Brennpunkte Todesopfer bei Buschbränden in Australien
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10:48 19.10.2013
Die Feuerwehr befürchtet, dass in den Blue Mountains westlich von Sydney mehr als 100 Häuser abgebrannt sein könnten. Foto: James Brickwood
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Sydney

Bei den unberechenbaren Buschbränden rund um Sydney sind innerhalb von 48 Stunden nach Angaben der Feuerwehr mindestens 80 Häuser abgebrannt. Mehr als 30 wurden beschädigt. Die Feuerwehr warnte, dass 20 Brände noch nicht unter Kontrolle seien.

„Sie brennen aggressiv und breiten sich extrem rasant aus“, sagte Shane Fitzsimmons, Chef der ländlichen Feuerwehr, im Fernsehen. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Er sprach von den schlimmsten Buschbränden im Bundesstaat New South Wales seit zehn Jahren.

Ein Mann kam ums Leben: der 63-Jährige aus Lake Munmorah gut 100 Kilometer nördlich von Sydney erlitt bei dem Versuch, sein Haus vor den Flammen zu schützen, einen Herzanfall. Vor vier Jahren waren bei Melbourne im Bundesstaat Victoria weiter südlich an einem Wochenende 173 Menschen bei Buschbränden ums Leben gekommen.

Besonders schlimm traf jetzt es die Region um Springfield in den Blue Mountains 70 Kilometer westlich von Sydney. In den Blue Mountains stehen viele Eukalyptuswälder. Die Bäume sondern Öltropfen ab - das facht Buschbrände noch zusätzlich an. Dort verbreiteten sich die Flammen in Windeseile, so dass viele Einwohner nicht einmal die Zeit hatten, das Nötigste zu retten.

Viele standen am Freitag vor den Ruinen ihrer Häuser. Wie die meisten will Joe Moore sofort mit dem Wiederaufbau beginnen, wie er der Nachrichtenagentur AAP sagte. „So ist das halt, wenn man in den Blue Mountains leben will: Es ist wunderschön, aber man muss mit der Wildheit der Natur leben.“

Am Freitag fielen die Temperaturen, von über 30 auf Mitte 20 Grad. Die Feuerwehr brachte viele Brände unter Kontrolle. In wenigen Tagen sollen es wieder heißer werden. Die Situation sei weiter sehr gefährlich, warnte der Feuerwehrchef. „Der Kampf geht weiter, Tag und Nacht, und in einigen Regionen wahrscheinlich über Wochen.“

dpa

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