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Brennpunkte Top-Terrorist ruft zu Anschlägen auf Olympia 2014 auf
Nachrichten Brennpunkte Top-Terrorist ruft zu Anschlägen auf Olympia 2014 auf
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11:15 04.07.2013
Der tschetschenische Top-Terrorist Doku Umarow. Foto: Intelcenter
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Moskau

Das Sportereignis im Februar 2014 am Schwarzen Meer müsse „mit allen Mitteln, die Allah erlaubt“, verhindert werden, sagte der als „Russlands Bin Laden“ bezeichnete Islamistenführer in einem am Mittwoch im Internet veröffentlichten Film. Nach anderthalbjähriger Pause erlaubte Russlands Staatsfeind Nummer Eins damit ausdrücklich auch wieder blutige Anschläge auf Zivilisten.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) reagierte gelassen. „Wir haben keinen Zweifel, dass die Russen alles im Griff haben und weiter vollstes Vertrauen in sie“, erklärte ein Sprecher in Lausanne.

Das Nationale Anti-Terror-Komitee NAK in Moskau versicherte, Athleten und Gästen der Spiele drohe keine Gefahr. „Wir werden mit allen Mitteln gegen Terroristen vorgehen“, sagte ein NAK-Sprecher.

In dem gut vierminütigen Video der in Russland verbotenen Website kavkazcenter.com sitzt Umarow in Tarnuniform mit zwei Gesinnungsgenossen in einem Wald an einem unbekannten Ort. Dass er im Februar 2012 ein Ende der Anschläge angeordnet habe, sei ein Fehler gewesen, sagte der 49-Jährige. Dies sei vom Kreml „als Schwäche und nicht als Zeichen guten Willens“ wahrgenommen worden.

Der international zur Fahndung ausgeschriebene Terrorchef wirft dem Kreml eine „barbarische Besatzungspolitik“ im Nordkaukasus vor. Er strebt nach einem von Moskau unabhängigen islamischen Gottesstaat („Emirat“) in dem Konfliktgebiet. In der bergigen Vielvölkerregion kommt es immer wieder zu blutigen Gefechten zwischen Extremisten und kremltreuen Einheiten. Umarow hat wiederholt damit gedroht, den Krieg in zentrale Teile Russlands zu tragen. Er hatte sich unter anderem zum Attentat auf die Moskauer U-Bahn 2010 und im Moskauer Flughafen Domodedowo 2011 mit insgesamt fast 80 Toten bekannt.

Der kremltreue Republikchef von Tschetschenien, Ramsan Kadyrow, rief zur „Jagd“ auf den „Teufel Umarow“ auf. „Er kämpft nicht für den Glauben oder das Volk, deshalb muss man ihn zerstören“, sagte er.

Terrorexperten in Moskau sehen das Video auch als Versuch von Umarow, verlorenen Einfluss zurückzugewinnen. Seine Bedeutung gilt nach Spaltungen innerhalb der Gruppen im Nordkaukasus als geschwächt. In Sotschi hatte es vor Beginn der Bauarbeiten für Olympia wiederholt Anschläge gegeben. Auf den Bauplätzen arbeiten Tausende Hilfskräfte aus den islamisch geprägten Regionen Kaukasus und Zentralasien.

Russlands Inlandsgeheimdienst FSB hatte im Mai 2012 mitgeteilt, Anschlagspläne für die Winterspiele aufgedeckt zu haben. Unweit von Sotschi seien in der von Georgien abtrünnigen Nordkaukasus-Region Abchasien Waffenlager mit Luftabwehr-Raketen und Panzerfäusten entdeckt worden. Als Drahtzieher nannte der FSB damals Umarow.

Video-Botschaft

dpa

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