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Brennpunkte Trainer-Oldies: Schulz und Rehhagel übertreffen Heynckes
Nachrichten Brennpunkte Trainer-Oldies: Schulz und Rehhagel übertreffen Heynckes
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15:32 09.10.2017
Mit knapp 74 Jahren übernahm Otto Rehhagel Hertha BSC, konnte den Abstieg aber nicht verhindern. fu Quelle: Roland Weihrauch
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Frankfurt/Main

Die Rückkehr von Jupp Heynckes zum FC Bayern befördert den Erfolgscoach in der Rangliste der ältesten Bundesliga-Trainer vom siebten auf den dritten Platz.

Der 72-Jährige könnte der Großvater von Hoffenheims Trainer-Jüngling Julian Nagelsmann (30) sein, der ihn dann im Sommer 2018 in München beerben könnte. Sollte Heynckes am 14. Oktober gegen den SC Freiburg wirklich im Alter von 72 Jahren und 158 Tagen sein Comeback feiern, wären ihm nur noch Fred Schulz und Otto Rehhagel voraus.

Die Trainer-Oldies der Bundesliga-Geschichte - mit ihrem Alter am Tag des letzten Spiels:

1. Fred Schulz: Senior der Bundesliga-Geschichte, 1990 verstorben. Mit 74 Jahren und 184 Tagen saß er zuletzt bei Werder Bremen auf der Bank, wo er von 1953 bis '58 schon einmal als Chefcoach arbeitete. Manager Rudi Assauer hatte ihn als Nachfolger von Hans Tilkowski geholt.

2. Otto Rehhagel: Seine Rückkehr 2012 bei Hertha BSC galt als Sensation. Der einstige EM-Held von Griechenland und Meistermacher von Kaiserslautern genoss das Rampenlicht. Den Abstieg der Berliner, der im Skandal-Relegationsspiel von Düsseldorf besiegelt wurde, konnte er nicht verhindern. Mit 73 Jahren und 270 Tagen trat er ab.

3. Jupp Heynckes war schon bei seinem letzten Engagement beim FC Bayern unter den Top Ten. Mit 72 Jahren, 4 Monaten und 27 Tagen würde der einstige „Triple“-Gewinner der Münchner aufs Podest der drei Ältesten steigen. Am 14. Oktober gegen den SC Freiburg könnte er erstmals wieder auf der Bayern-Bank sitzen, es wäre seine vierte Amtszeit in München. Heynckes kann Rehhagel allerdings nicht mehr einholen, wenn er im Sommer wie offenbar geplant wieder aufhört.

4. Paul Oßwald: Der Mitbegründer und erste Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer beendete sein Engagement 1970 bei Kickers Offenbach - mit 70 Jahre und 242 Tagen. Zwei Herzinfarkte hatte er schon vorher. Zwischen seinen beiden Offenbacher Zeiten war er auch erfolgreicher Coach beim Erzrivalen Eintracht Frankfurt.

5. Willi Multhaup: Hörte 1971 bei Werder Bremen auf - im Alter von 68 Jahren und 96 Tagen. „Fischken“ war einer der erfolgreichsten Chefcoaches in der Anfangszeit der Liga, holte unter anderem 1966 mit Borussia Dortmund den Europapokal der Pokalsieger.

6. Fritz Langner: Noch ein Senior bei Werder. 1980 saß er mit 67 Jahren und 297 Tagen noch auf der Bank, dann legte er - bildlich gesehen - die Peitsche bei Seite. „Ich bin stolz darauf, als Feldwebel zu gelten“, sagte der eisenharte Trainer mal.

7. Giovanni Trapattoni: Hatte bei seinem Engagement 2005/2006 beim VfB Stuttgart seine beste Zeit hinter sich. Das wussten allerdings die Schwaben nicht, die den italienischen Weltmann stolz mit „Habemus Mister“ präsentierten - und ihn keine acht Monate später wieder rauswarfen. Da war er 66 Jahre und 328 Tage alt.

8. Hans Meyer: Der eigenwillige Fußball-Lehrer war zum Saisonende 2008/2009 66 Jahre und 201 Tage alt, als er Borussia Mönchengladbach vor dem Abstieg gerettet hatte. Bis heute äußert sich das Unikum regelmäßig im Magazin „11Freunde“ unter der Rubrik: „Gehen Sie davon aus...“

9. Georg Knöpfle: Der kleine Schwarzwälder gewann 1964 die erste deutsche Meisterschaft nach Einführung der Bundesliga mit dem 1. FC Köln. Letztmals als Chefcoach im Oberhaus tätig war er 1970 beim Hamburger SV mit 65 Jahren und 353 Tagen. Zuvor war er beim HSV der erste Technische Direktor der Liga.

10. Helmut „Fiffi“ Kronsbein hörte 1980 mit 65 Jahren und 158 Tagen bei Hertha BSC endgültig auf, 1991 starb er in Berlin. Bei Hannover 96 war er gleich viermal in seiner Karriere Chefcoach, 1954 feierte er mit den Niedersachsen die Meisterschaft.

11. Udo Lattek: Sieben Jahre nach seinem Ende bei Schalke 04 heuerte der langjährige Bayern-Trainer nochmal bei Borussia Dortmund an und verhinderte mit seinem Assistenten Matthias Sammer den Abstieg. Als ihn 75 000 im Westfalenstadion dafür euphorisch feierten, war er 65 Jahre und 124 Tage alt.

dpa

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