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Brennpunkte Trauma, Stars, Anpfiff: Das Finale Frankreich gegen Portugal
Nachrichten Brennpunkte Trauma, Stars, Anpfiff: Das Finale Frankreich gegen Portugal
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05:34 11.07.2016
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Saint-Denis

Es ist soweit: Anpfiff für das Finale der größten und längsten EM in der Geschichte des Fußballs. Frankreich gegen Portugal. Antoine Griezmann gegen Cristiano Ronaldo. Eine Auswahl von Schlaglichtern zur heutigen Partie im Stade de France in Saint-Denis:

RUND UMS PERSONAL

DIE STARS: Frankreichs Antoine Griezmann hat bei dieser EM schon sechs Tore erzielt und spielt groß auf, Portugals Cristiano Ronaldo beweist wieder einmal, dass er einer der besten Fußballer der Geschichte ist. „Er verdient es, mit Messi und Ronaldo in einem Atemzug genannt zu werden“, sagte Frankreichs Bacary Sagna über seinen Teamkollegen Griezmann. „Jeder weiß, dass Cristiano Ronaldo ein außergewöhnlicher Spieler ist“, ergänzte er. Deschamps warnte seine Profis: „Wenn es einen Anti-Ronaldo-Plan gibt, hat ihn keiner gefunden.“

DAS AUFGEBOT: Beide Trainer können im Endspiel wohl ihre beste Elf aufs Feld schicken. Sowohl bei Portugal als auch bei Frankreich nahmen am Samstag je alle 23 Profis im Kader am Abschlusstraining teil. Auch der im Halbfinale noch verletzte portugiesische Abwehrchef Pepe soll spielen können. Gelb-Sperren gibt es im Finale nicht.

DIE VORFAHREN: Das Final-Duell ist auch deshalb ein besonderes Spiel, weil auf Seiten der Portugiesen gleich drei Spieler eine französische Mutter haben, darunter auch BVB-Profi Guerreiro. Und Frankreichs Superstar Griezmann hat portugiesische Vorfahren. „Er hat eine Reihe verschiedener Wurzeln, aber in erster Linie ist er Franzose“, sagte Trainer Deschamps.

DER YOUNGSTER: Mit 18 Jahren und 327 Tagen könnte Portugals Renato Sanches der jüngste Profi werden, der in einem EM-Finale aufläuft. Der Bayern-Neuzugang könnte im Endspiel zudem auf seinen zukünftigen Teamkollegen beim FC Bayern, Kingsley Coman treffen. Der 20-Jährige ist der jüngste Profi in Frankreichs EM-Team. Ein weiteres Talent im Kader der Portugiesen ist der 22 Jahre alte Raphael Guerreiro, der zu Borussia Dortmund wechselt und ein ganz starkes Turnier spielt.

Der EXPERTE: Als Spieler hat Didier Deschamps noch kein Finale mit Frankreich verloren. 1998 stemmte er im Stade de France als Kapitän den Weltmeister-Pokal in den Himmel, nun könnte er der erste Franzose sein, der als Trainer und Spieler eine EM gewinnt. „Das ist natürlich ein wichtiger Moment in meiner Karriere“, sagte Deschamps.

RUND UM DIE VERGANGENHEIT

Die BILANZ: Portugals Frankreich-Werte sind desaströs: In den vergangenen zehn Partien schafften die Portugiesen keinen Sieg gegen Frankreich, der letzte Erfolg liegt schon 41 Jahre zurück. Zudem scheiterte das Team 1984, 2000 und 2006 jeweils im Halbfinale an den Franzosen, Superstar Ronaldo ist zudem noch ohne Sieg und Treffer gegen die Équipe Tricolore. „Ich bin absolut sicher, dass das nichts beeinflusst“, versprach Portugals Trainer Fernando Santos.

Das TRAUMA: Zwölf Jahre ist es her, dass Ronaldo mit Portugal das Finale gegen Griechenland im eigenen Land 0:1 verlor. Der 31-Jährige ist wild entschlossen, diese Schmach nun auszumerzen. „Persönlich habe ich große Lehren daraus gezogen. Ich war jung, es war mein erstes Turnier mit der Nationalmannschaft“, sagte Ronaldo. „Ich glaube, dass Portugal Sonntag das erste Mal einen großen Titel gewinnt.“

RUND UM TAKTIK und ATMOSPHÄRE

Der HEIMVORTEIL: Frankreich spielt zu Hause und wird im Stade de France von Zehntausenden Fans unterstützt werden - wie schon bei den Titelgewinnen bei der EM 1984 und der WM 1998. „Meiner Meinung nach sind sie leichter Favorit, weil sie zu Hause spielen“, prophezeite Portugals Superstar Cristiano Ronaldo. „Das ganze Land unterstützt sie, aber es ist ein Finale, wo alles möglich ist.“ Frankreichs Trainer Didier Deschamps sagte: „Die Spieler wissen um ihr Privileg, das Finale der EM zu Hause hier in Paris spielen zu können.“

Der SPILSTIL: Beide Teams haben es ungeschlagen ins Endspiel geschafft. Doch während Frankreich mit Offensiv-Fußball begeisterte und bereits 13 Tore erzielte, mussten sich die Portugiesen viel Kritik für ihren Minimalisten-Fußball anhören. Das 2:0 im Halbfinale gegen Wales war die erste Partie bei dieser EM, die sie nach 90 Minuten für sich entscheiden konnten. „Im Finale geht es nicht ums spielen, sondern ums gewinnen“, prophezeite Santos vor dem Finale.

dpa

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