Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte US-Aktien mit hohen Verlusten nach Bernanke-Blues
Nachrichten Brennpunkte US-Aktien mit hohen Verlusten nach Bernanke-Blues
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:57 27.06.2013
New York

knapp 354 Punkte auf 14 758,32 Zähler.

Das ist der höchste Tagesverlust in Punkten seit November 2011. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 2,50 Prozent auf 1588,19 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 fiel um 2,34 Prozent auf 2890,33 Punkte.

Ben Bernanke hat letzte Zweifel daran beseitigt, dass die Märkte momentan reine Notenbankbörsen sind. Mit seinen Worten zum geordneten Rückzug in Sachen Gelddrucken hat er Investoren verunsichert und alle Anlageklassen in den Keller geschickt, allen voran Silber und Gold. Der einzige Gewinner ist der US-Dollar, eine fast paradoxe Situation, doch Anleger flüchten in die US-Währung“, sagte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Am Vorabend hatte der US-Notenbankchef den Markt auf eine Drosselung der lockeren Geldpolitik vorbereitet, sofern die weiteren Wirtschaftsdaten positiv ausfallen. Nur einen Tag später bestätigten aktuelle US-Konjunkturzahlen entsprechende Befürchtungen der Anleger: So hatte sich das Geschäftsklima in der Region Philadelphia im Juni unerwartet stark aufgehellt. Zudem waren die Verkäufe bestehender Häuser im Mai deutlich stärker gestiegen als erwartet. „Die heutigen starken Industrie- und Baudaten sind Wasser auf die Mühlen der Entzugsstory der US-Notenbank Fed“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank.

Unternehmensseitig zeigten sich vor allem Energie-, Rohstoff- und Industrieaktien in schwacher Verfassung. So fielen Papiere des Bergbaukonzerns Newmont Mining um fast sieben Prozent, nachdem der Goldpreis auf den tiefsten Stand seit über zweieinhalb Jahren gesunken war. Schwächster Dow-Wert waren Walt Disney mit einem Verlust von 3,65 Prozent. Microsoft-Titel verbilligten sich um 3,15 Prozent. Der Softwarekonzern hatte nach einem Sturm der Entrüstung über die Nutzungsbedingungen der neuen Spielekonsole Xbox One sämtliche Restriktionen aufgehoben. Die nach Börsenschluss veröffentlichten Quartalszahlen von Oracle kamen am Markt offenbar weniger gut an. Die Aktien des Softwareunternehmens fielen nachbörslich um mehr als fünf Prozent.

Im Blickpunkt standen erneut die Aktien von Clearwire, einer Mehrheitsbeteiligung des Mobilfunkkonzerns Sprint Nextel. Der Clearwire-Verwaltungsrat empfahl seinen Aktionären die Annahme eines auf 5,00 US-Dollar je Aktie erhöhten Kaufgebots der Muttergesellschaft Sprint, die Clearwire komplett übernehmen will. Damit droht der US-Satelliten-TV-Anbieter Dish, der bislang 4,40 Dollar geboten hatte, leer auszugehen. Die Clearwire-Papiere wurden zwischenzeitlich vom Handel ausgesetzt und kletterten danach um 7,34 Prozent auf 5,05 Dollar. Sprint-Aktien gewannen ein Prozent, während Dish-Titel um 0,23 Prozent fielen.

Die geldpolitischen Signale der Fed haben den Euro auch im US-Geschäft belastet. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,3223 US-Dollar. Auch die US-Staatsanleihen sanken erneut deutlich. Richtungweisende zehnjährige Anleihen fielen um 18/32 Punkte auf 94 3/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,42 Prozent.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Latina-Star Jennifer Lopez ist vor ihrem Stern auf Hollywoods „Walk of Fame“ zu Boden gegangen. Bei der Enthüllung der Plakette auf dem Hollywood Boulevard posierte die Sängerin und Schauspielerin vor jubelnden Fans und Fotografen auf dem glänzenden Stern.

21.06.2013

Die USA wollen bei den geplanten Gesprächen mit den Taliban in Doha auch über einen Austausch von Gefangenen verhandeln. Man erwarte, dass das Thema angesprochen werde, hieß es in Washington.

21.06.2013

Kinder wie Erwachsene sollen nach dem Willen der Union künftig den gleichen Grundfreibetrag bei der Steuer erhalten. Dazu soll das System von Ehegattensplitting, Kindergeld und Steuerfreibeträgen nach der Bundestagswahl zu einem „faktischen Familiensplitting“ zusammengeführt werden.

21.06.2013