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Brennpunkte US-Außenminister: „Wir sind nicht der Feind“
Nachrichten Brennpunkte US-Außenminister: „Wir sind nicht der Feind“
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07:22 02.08.2017
Ein Regierungswechsel in Nordkorea sei nicht das Ziel der USA, sagt US-Außenminister Rex Tillerson. Quelle: Jacquelyn Martin
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Washington

US-Außenminister Rex Tillerson ist angesichts der wachsenden Spannungen mit Nordkorea um zurückhaltende Töne bemüht. Man wolle der nordkoreanischen Regierung vermitteln, dass man nicht ihr Feind sei, sagte Tillerson bei einer Pressekonferenz in Washington.

An die Adresse Pjöngjangs gerichtet fügte er hinzu: „Wir sind keine Bedrohung für euch, aber ihr stellt eine unzumutbare Bedrohung für uns dar, auf die wir reagieren müssen.“

Ein Regierungswechsel in Nordkorea sei nicht das Ziel der USA, fügte er hinzu. „Uns geht es nicht um einen Zusammenbruch des Regimes. Uns geht es nicht um eine beschleunigte Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel.“ Man suche auch nicht nach einem Vorwand für einen Einsatz des US-Militärs, erklärte er. Man wolle „friedlichen Druck“ auf Nordkorea ausüben, um die Regierung zu diplomatischen Gesprächen zu bewegen. Eine Bedingung für solche Gespräche müsse aber sein, dass das Land sich dazu bereit erkläre, sein Atomprogramm aufzugeben.

Tillerson war in seinen Äußerungen deutlich zurückhaltender als andere Mitglieder der US-Regierung in den vergangenen Tagen. Zeitgleich zu seinem Auftritt äußerte sich auch Präsident Donald Trumps Sprecherin Sarah Sanders zu Nordkorea. Sie betonte, es lägen nach wie vor alle Optionen auf dem Tisch. Diese Formulierung schließt eine Militäraktion ein.

Nach zwei Atomversuchen und zahlreichen Raketentests durch das international isolierte Land seit dem vergangenen Jahr ist die Lage in der Region sehr angespannt. Am Freitag testete Nordkorea zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Langstreckenrakete.

In der vergangenen Woche drohte Pjöngjang den USA offen mit einem Atomangriff. Sollten die Amerikaner weiter versuchen, einen Regierungswechsel herbeizuführen, werde Nordkorea mit einem Gegenangriff reagieren, hieß es.

Die US-Regierung setzte in dem Konflikt zuletzt verstärkt auf diplomatischen Druck aus China. Washington geht davon aus, dass die Regierung von Präsident Xi Jinping großen Einfluss auf Nordkorea hat, auch weil rund 80 Prozent des nordkoreanischen Außenhandels über China laufen.

Trump zeigte sich aber zunehmend frustriert über Peking. Er warf China vor, nicht genügend zu tun. Tillerson schlug dagegen mildere Töne an. Man mache China nicht für die Situation in Nordkorea verantwortlich, das habe man gegenüber der chinesischen Regierung deutlich gemacht, sagte er. Man glaube aber, dass China Möglichkeiten habe, Einfluss auf Pjöngjang auszuüben. Nordkorea definiere das Verhältnis der USA zu China aber nicht. Die Beziehungen seien viel umfangreicher.

dpa

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