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Brennpunkte Umfrage: Viele Syrer fliehen vor Assad - und wollen zurück
Nachrichten Brennpunkte Umfrage: Viele Syrer fliehen vor Assad - und wollen zurück
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21:28 14.10.2015
Davor fliehen die Syrer: Die Stadt Ariha in der Provinz Idlib ist nach andauernden Kämpfen im August 2015 zu großen Teilen zerstört. Quelle: Ariha Today Handout
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Berlin

Die meisten syrischen Flüchtlinge in Deutschland sind einer Umfrage zufolge aus Angst um ihr Leben aus ihrer Heimat geflohen.

Bewaffnete Auseinandersetzungen waren für 92 Prozent der insgesamt 889 befragten Syrer zentraler Grund für die Flucht, wie die syrisch-deutsche Initiative „Adopt a Revolution“ am Mittwoch in Berlin mitteilte. Für die Kämpfe machten mehr als zwei Drittel (70 Prozent) das Assad-Regime verantwortlich, nur 32 Prozent gaben der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) die Schuld.

Lediglich 8 Prozent der Befragten äußerten den Wunsch, dauerhaft in Deutschland zu bleiben. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass die Syrer zurückkehren wollten - allerdings in ein Land ohne Machthaber Baschar al-Assad, sagte Elias Perabo von „Adopt a Revolution“. Eine Flugverbotszone würde nach Ansicht von rund 58 Prozent der Befragten verhindern, dass weiterhin so viele Menschen aus dem Bürgerkriegsland fliehen.

„Die Bundesregierung und die EU müssen anerkennen, dass die größte Fluchtursache in Syrien Assad und seine Fassbomben sind, und ihre Politik daran anpassen“, kommentierte Grünen-Chef Cem Özdemir die Ergebnisse der Umfrage. „Wir müssen dem brutalen Terror des IS in der Region ein Ende bereiten, aber solange Assad in Syrien regiert, wird das Land auf Dauer keinen Frieden finden.“

Die Umfrage hat „Adopt a Revolution“ in Zusammenarbeit mit der Solidaritätsgruppe „The Syria Campaign“ und wissenschaftlicher Begleitung des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung realisiert. Mit der Umfrage verfolgen die Initiatoren nach eigenen Angaben das Ziel, den Vertriebenen selbst die Möglichkeit zu gegeben, ihre Meinung zu Fluchtursachen und Handlungsoptionen für die internationale Politik zu äußern.

dpa

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