Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Verbot der Gesichtsverhüllung tritt in Österreich in Kraft
Nachrichten Brennpunkte Verbot der Gesichtsverhüllung tritt in Österreich in Kraft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:22 01.10.2017
Frauen dürfen in Österreich ihr Gesicht nicht nicht mehr mit Nikab oder Burka verhüllen. Quelle: Boris Roessler/symbol
Anzeige
Wien

In Österreich ist es von heute an verboten, das Gesicht zu verhüllen. Das Gesetz betrifft Frauen, die ihr Gesicht unter einer Burka oder einem Nikab verbergen. Es ist aber auch untersagt, ohne medizinische Notwendigkeit mit einer Atemschutzmaske herumzulaufen.

Außerhalb der närrischen Zeiten sind außerdem Clowns- und andere Masken tabu. Wer gegen diese Regeln verstößt, riskiert eine Strafe von 150 Euro.

Die Regierung von sozialdemokratischer SPÖ und konservativer ÖVP hatte sich auf das Verbot geeinigt. Das Gesetz wurde unter anderem mit Sicherheitsaspekten und dem Schutz der Frauen vor Unterdrückung begründet. Ein Burkaverbot gibt es bereits seit 2011 in Frankreich und Belgien.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat entschieden, dass ein Verbot der Vollverschleierung rechtens ist. Für ein Miteinander sei es unerlässlich, dem Anderen ins Gesicht schauen zu können, so die Richter. Die Behörden wollen das Gesetz mit Fingerspitzengefühl umsetzen. Eine Broschüre informiert in vier Sprachen über das Verbot.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit dem umstrittenen Referendum über die Loslösung von Spanien fordert die Region Katalonien heute die Zentralregierung in Madrid heraus.

01.10.2017

Nach Jahrzehnten von Verfolgung, Schikane und harten Kämpfen bekommen Schwule und Lesben die gleichen Rechte wie Hetero-Paare: Ab heute dürfen sie heiraten und Kinder adoptieren.

01.10.2017

Nach einem größeren Polizeieinsatz wegen eines verdächtigen Gegenstandes in einer Drogerie in Speyer hat die Polizei mitgeteilt, dass es sich um eine mit Flüssigkeit gefüllte Einwegspritze handle.

01.10.2017
Anzeige