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Verdächtige Briefe in mehreren türkischen Generalkonsulaten

Verschiedene Substanzen Verdächtige Briefe in mehreren türkischen Generalkonsulaten

Bis zum Sonntag konnten Türken in Deutschland in den Konsulaten über das von Staatschef Erdogan angestrebte Präsidialsystem abstimmen. Am Montag trafen in einigen der Auslandsvertretungen Briefe mit verdächtigen Substanzen ein.

Polizeibeamte sperren den Zugangsbereich zum türkischen Generalkonsulat in Hannover ab.

Quelle: Holger Hollemann

Mainz/Hannover. Bei mehreren türkischen Generalkonsulaten in Deutschland sind Briefe mit verdächtigen Substanzen eingegangen. Berichte über Funde lagen der Deutschen Presse-Agentur aus den Vertretungen in Frankfurt, Mainz, Hamburg, Hannover, Essen und Münster vor.

Es kam zu teils größeren Polizei- und Feuerwehreinsätzen. An keinem der Orte entpuppte sich die Substanz jedoch als gefährlich. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass es sich zumindest in einigen Fällen um ein Vitamin-C-Präparat handelte.

In Mainz wurde laut Polizei in einem Brief eine körnerähnliche Substanz ertastet. In Essen war die Rede von kleinen weißen Kügelchen, in Frankfurt, Hannover und Hamburg sprachen die Ermittler von weißem Pulver. In der Regel wurden die Konsulate zur Sicherheit zunächst abgeriegelt, bis Entwarnung gegeben werden konnte.

Türken in Deutschland hatten bis Sonntag zwei Wochen lang die Möglichkeit, für oder gegen das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem zu stimmen. Die Stimmabgabe erfolgte unter anderem in den neun türkischen Generalkonsulaten.

Bis zum Sonntagabend gaben 48,73 Prozent oder 696.863 der 1.430.127 in Deutschland registrierten türkischen Wähler ihre Stimme ab, wie die Wahlkommission in Ankara am Montag auf dpa-Anfrage mitteilte.

Allerdings ist das noch nicht die abschließende Beteiligung: Auslandstürken können noch bis inklusive 16. April - dem Tag des Referendums in der Türkei - an Grenzübergängen abstimmen.

Das Präsidialsystem würde Erdogan deutlich mehr Macht verleihen. Ob die Briefe in einem Zusammenhang mit dem Referendum stehen, war zunächst unklar.

dpa

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