Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Verdächtige Briefe in mehreren türkischen Generalkonsulaten
Nachrichten Brennpunkte Verdächtige Briefe in mehreren türkischen Generalkonsulaten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:52 10.04.2017
Polizeibeamte sperren den Zugangsbereich zum türkischen Generalkonsulat in Hannover ab. Quelle: Holger Hollemann
Anzeige
Mainz/Hannover

Bei mehreren türkischen Generalkonsulaten in Deutschland sind Briefe mit verdächtigen Substanzen eingegangen. Berichte über Funde lagen der Deutschen Presse-Agentur aus den Vertretungen in Frankfurt, Mainz, Hamburg, Hannover, Essen und Münster vor.

Es kam zu teils größeren Polizei- und Feuerwehreinsätzen. An keinem der Orte entpuppte sich die Substanz jedoch als gefährlich. Erste Untersuchungen deuteten darauf hin, dass es sich zumindest in einigen Fällen um ein Vitamin-C-Präparat handelte.

In Mainz wurde laut Polizei in einem Brief eine körnerähnliche Substanz ertastet. In Essen war die Rede von kleinen weißen Kügelchen, in Frankfurt, Hannover und Hamburg sprachen die Ermittler von weißem Pulver. In der Regel wurden die Konsulate zur Sicherheit zunächst abgeriegelt, bis Entwarnung gegeben werden konnte.

Türken in Deutschland hatten bis Sonntag zwei Wochen lang die Möglichkeit, für oder gegen das von Staatschef Recep Tayyip Erdogan angestrebte Präsidialsystem zu stimmen. Die Stimmabgabe erfolgte unter anderem in den neun türkischen Generalkonsulaten.

Bis zum Sonntagabend gaben 48,73 Prozent oder 696.863 der 1.430.127 in Deutschland registrierten türkischen Wähler ihre Stimme ab, wie die Wahlkommission in Ankara am Montag auf dpa-Anfrage mitteilte.

Allerdings ist das noch nicht die abschließende Beteiligung: Auslandstürken können noch bis inklusive 16. April - dem Tag des Referendums in der Türkei - an Grenzübergängen abstimmen.

Das Präsidialsystem würde Erdogan deutlich mehr Macht verleihen. Ob die Briefe in einem Zusammenhang mit dem Referendum stehen, war zunächst unklar.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Brennpunkte Länder warnen vor neuem Terror - Ausnahmezustand in Ägypten in Kraft

Nach den schweren Anschlägen in Ägypten drohte die Terrormiliz IS sofort mit neuer Gewalt. Israel sperrte die gemeinsame Grenze. Und die Regierung in Kairo greift zu weitreichenden Maßnahmen.

10.04.2017

Nach den verheerenden Bombenanschlägen auf Christen in Ägypten ist am Nil ein dreimonatiger Ausnahmezustand in Kraft getreten. Auf den Straßen der Hauptstadt Kairo bezogen Panzer Stellung.

10.04.2017
Brennpunkte Debatte über Abschiebepraxis - Schweden gedenkt Anschlagsopfern

In Restaurants, Bahnhöfen und Geschäften steht das Leben in Schweden am Montag kurz still. Das Land gedenkt der Opfer des Anschlags in Stockholm. Derweil erhärtet sich der Verdacht gegen den Täter weiter.

10.04.2017
Anzeige