Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Viele Opfer bei Zugunglück in Süditalien
Nachrichten Brennpunkte Viele Opfer bei Zugunglück in Süditalien
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:56 12.07.2016
Anzeige

Rom (dpa) - Mindestens 20 Menschen sind bei einem frontalen Zusammenstoß zweier Züge in Süditalien ums Leben gekommen. Mindestens vier schwebten in Lebensgefahr, sagte der Vizepräsident der betroffenen Provinz.

Dutzende weitere wurden bei einem der schwersten Zugunglücke in dem Land verletzt, darunter ein Kleinkind, das lebend aus den Trümmern geborgen wurde. Die Regionalzüge waren am Vormittag nördlich der süditalienischen Stadt Bari auf einer eingleisigen Strecke zwischen Corato und Andria zusammengestoßen.

Der Unfall erinnert an das Zugunglück im bayerischen Bad Aibling, bei dem im Februar zwölf Menschen gestorben waren. Auf der eingleisigen Strecke zwischen Rosenheim und Holzkirchen waren zwei Nahverkehrszüge frontal ineinandergerast.

Auf Bildern aus Italien war zu sehen, wie die beiden Züge auf offener Strecke vollkommen verkeilt und einige Waggons total zerstört sind. „Es gibt viele Tote“, sagte der Chef der Einsatzkräfte, Riccardo Zingaro. Medien berichteten, dass zahlreiche Menschen lange in den Trümmern gefangen waren. Der Unfallort zwischen Bäumen und am Rande eines Ackers sei nicht leicht zu erreichen.

Unbestätigten Berichten zufolge waren viele Studenten und Pendler in dem Regionalzug, der von dem privaten Unternehmen Ferrotramviaria betrieben wird. Beide Zügen hatten vier Waggons, von denen jeweils mindestens zwei schwer beschädigt wurden.

Was zu dem Unglück geführt hatte, musste noch ermittelt werden. Menschliches Versagen wurde nicht ausgeschlossen. Zum Zeitpunkt des Unglücks gegen 11.30 Uhr herrschte gutes Wetter.

Der italienische Regierungschef Matteo Renzi verlangte eine schnelle Aufklärung und sprach den Opfern und deren Familien sein Mitgefühl aus. Er kündigte einen Besuch am Unglücksort an.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Geburtshaus des Diktators Adolf Hitler in Braunau gehört künftig dem österreichischen Staat. Die rot-schwarze Koalition beschloss heute die Enteignung des Anwesens.

12.07.2016

Rom (dpa) - Die Zahl der Toten nach dem schweren Zugunglück in Süditalien steigt.

12.07.2016

Rom (dpa) - Bahnfahren ist relativ sicher. Zugunglücke - wie jetzt in Italien - haben dennoch schon Hunderten Menschen den Tod gebracht.

12.07.2016
Anzeige