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Brennpunkte Viele Tote durch Doppelanschlag in Bagdad
Nachrichten Brennpunkte Viele Tote durch Doppelanschlag in Bagdad
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09:48 15.01.2018
Irakische Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort. Quelle: Ali Abdul Hassan
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Bagdad

Bei einem Doppelanschlag im Zentrum der irakischen Hauptstadt Bagdad haben zwei Selbstmordattentäter mindestens 27 Menschen mit in den Tod gerissen.

Die irakischen Gesundheitsbehörden meldeten zudem mindestens 80 Verletzte. Da viele von ihnen schwer verletzt seien, könne die Zahl der Todesopfer noch weiter steigen, hieß es.

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte, die Selbstmordattentäter hätten sich am frühen Morgen auf dem Platz der Luftfahrt gesprengt. Dafür hätten sie Sprengstoffwesten benutzt. Augenzeugen berichteten, die Bomben seien in der Nähe einer Gruppe von Bauarbeitern gezündet worden.

Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für den Doppelanschlag. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte sich in der Vergangenheit vielfach zu Attentaten im Irak bekannt.

Vor allem in Bagdad kommt es immer wieder zu Anschlägen. Die sunnitischen Extremisten nehmen dabei vor allem Schiiten ins Visier. Sie wollen damit die Spannungen zwischen den beiden großen islamischen Konfessionen im Land weiter erhöhen.

Im Sommer 2016 waren in Bagdad beim bisher verheerendsten Anschlag der Dschihadisten mehr als 280 Menschen getötet worden, als eine Autobombe vor einem Einkaufszentrum explodierte. Im November desselben Jahren riss ein Selbstmordattentäter südlich der Hauptstadt mehr als 70 Menschen mit in den Tod, als er an einer Tankstelle einen mit Sprengstoff beladenen Laster zur Explosion brachte.

Die Extremisten hatten im vergangenen Jahr ihr früheres Herrschaftsgebiet im Irak und auch m Nachbarland Syrien fast vollständig verloren. Die irakische Armee konnte unter anderem die ehemalige IS-Hochburg Mossul im Norden des Landes einnehmen.

Trotz der militärischen Niederlage ist der IS noch nicht zerschlagen. Viele Extremisten sind in den großen Wüstengebieten im Westen des Iraks untergetaucht. Beobachter gehen davon aus, dass sie wie schon früher verstärkt auf Guerillaaktionen und Attentate setzen.

dpa

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