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Brennpunkte Was Trumps Afghanistan-Strategie für die Nato bedeutet
Nachrichten Brennpunkte Was Trumps Afghanistan-Strategie für die Nato bedeutet
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14:42 22.08.2017
Ein Krater nach einem Autobombenanschlag vor der deutschen Botschaft in Kabul. Immer wieder kommt es in Afghanistan zu blutigen Anschlägen der Islamisten. Quelle: Rahmat Gul/archiv
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Brüssel

In der Nato wird nach Donald Trumps Rede zur neuen Afghanistan-Strategie der USA erst einmal aufgeatmet.

Mit großer Beunruhigung war im Hauptquartier in Brüssel zuletzt verfolgt worden, wie in Washington die Möglichkeit eines vollständigen Abzugs der US-Truppen und der Einsatz privater Söldner statt regulärer Soldaten diskutiert wurde. Ein solcher Schritt hätte das Aus für den derzeitigen Einsatz der Nato bedeuten können, da die USA bis heute mit knapp 7000 Soldaten mehr als die Hälfte der Truppen für die Ausbildungsmission „Resolute Support“ stellen.

Zudem gehen Experten davon aus, dass sich die Sicherheitslage in Afghanistan innerhalb kürzester Zeit noch weiter verschlechtert hätte. Über ein bilaterales Abkommen mit der afghanischen Regierung leisten die USA nämlich bis heute aktiv Unterstützung bei Kampfeinsätzen gegen die radikalislamischen Taliban sowie die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in dem Land. Die Nato hatte diese Art von Einsätzen Ende 2014 eingestellt.

Mit Spannung wird nun erwartet, in welchem Maß sich die USA an der geplanten Truppenaufstockung für die Nato-Mission beteiligen. Angaben aus Bündniskreisen zufolge sollen sich künftig rund 15 800 Soldaten an dem Einsatz zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligen. Zuletzt standen dafür lediglich etwas mehr als 12 000 Soldaten zur Verfügung.

In seiner Rede zur neuen Afghanistan-Strategie nannte US-Präsident Trump keine Zahlen zum künftigen Engagement seines Landes. Stattdessen erweckte er vor allem den Eindruck, den Kampfeinsatz außerhalb der Nato-Mission verschärfen zu wollen. „Wir werden nicht wieder Staatsaufbau betreiben - wir werden Terroristen töten“, sagte Trump. In der Nato wird es derzeit für ausgeschlossen gehalten, dass der Bündniseinsatz wieder zum Kampfeinsatz wird.

dpa

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