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Brennpunkte Wegen „politischer Situation“: Mario Gomez verlässt Istanbul
Nachrichten Brennpunkte Wegen „politischer Situation“: Mario Gomez verlässt Istanbul
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23:04 20.07.2016
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Istanbul

Wegen der aufgeheizten politischen Lage in der Türkei hat Fußball-Nationalspieler Mario Gomez seinen Abschied vom türkischen Meister Besiktas Istanbul beschlossen.

Fünf Tage nach dem Putschversuch von Teilen des Militärs veröffentlichte der ehemalige Bundesliga-Profi am Mittwoch eine persönliche Erklärung im Internet. Darin kündigte der EM-Teilnehmer an, in der kommenden Saison nicht mehr für den Spitzenclub spielen zu wollen. „Es war eine schwierige Entscheidung, die mich sehr beschäftigt hat“, schrieb Gomez.

„Der Grund dafür ist ausschließlich die politische Situation! Weder sportliche noch andere Gründe haben mich dazu bewegt. Einzig und allein die schrecklichen Geschehnisse der letzten Tage“, erklärte der 31-Jährige und warb um Verständnis bei den Fans und dem Verein.

Zum Zeitpunkt des Putschversuchs war Gomez im Urlaub und nicht in Istanbul. Der frühere Angreifer des FC Bayern München und vom VfB Stuttgart war im vergangenen Sommer auf Leihbasis mit Kaufoption vom AC Florenz zu Besiktas gewechselt und hatte eine überaus erfolgreiche Saison gespielt. Mit 26 Ligatreffern wurde der Deutsche zum Garanten für die erste Meisterschaft der „Adler“ genannten Elf seit 2009. 

Zuletzt hatte Besiktas erklärt, Gomez halten zu wollen. Wohin er jetzt wechselt und für welchen Verein er künftig spielt, ist noch offen. „Es war ein überragendes Jahr mit der absoluten Krönung der Meisterschaft. Ich hoffe, dass diese politischen Probleme bald friedlich gelöst werden“, schrieb Gomez und betonte: „Dann ist es mein großer Wunsch nochmal für Besiktas zu spielen! Der Verein und das Land sind mir in diesem einen Jahr sehr ans Herz gewachsen.“

Die Europameisterschaft in Frankreich war für Gomez wegen eines Muskelfaserrisses im rechten hinteren Oberschenkel nach dem Viertelfinale gegen Italien beendet. Bis dahin hatte er zwei Tore erzielt und starke Leistungen gezeigt.

dpa

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