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Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet

Acht Installationen Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet

In Gegenwart von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ in Wittenberg eröffnet worden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff mit Frau Gabriele (l-r), der EKD-Vorsitzende Heinrich Bedford-Strohm sowie Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender bei der Eröffnung der Weltausstellung Reformation.

Quelle: Jan Woitas

Lutherstadt Wittenberg. In Gegenwart von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist die Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ in Wittenberg eröffnet worden.

Eine der Lehren der Reformation sei, dass der Mensch die Intoleranz und die Gewalt, die im Namen der Religion verübt werde, überwinden könne, sagte Steinmeier. Begegnung und Austausch seien heute wichtiger denn je für das Zusammenleben, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie. „Ich finde, die Botschaft der Reformation hat nichts an Aktualität verloren“, so der Bundespräsident.

Die evangelische Kirche feiert in diesem Jahr mit zahlreichen Veranstaltungen den 500. Jahrestag des Beginns der Reformation. 1517 hatte der Theologe Martin Luther seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel verfasst und sie der Überlieferung nach an die Tür der Wittenberger Schlosskirche geschlagen. Die Reformation, die schließlich zur Kirchenspaltung führte, nahm damit ihren Lauf.

Margot Käßmann, Botschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum, sagte in einer Predigt auf dem Marktplatz: „Für mich ist die Weltausstellung das Herzstück des Reformationssommers 2017.“ Der Verein Reformationsjubiläum 2017 erwarte etwa eine halbe Million Besucher, sagte Geschäftsführer Ulrich Schneider.

Die Weltausstellung ist in den nächsten 16 Wochen zu erleben. Entstanden sind acht große Installationen in sieben sogenannten Torräumen, die einzelnen Themen gewidmet sind - von Globalisierung bis zu Gerechtigkeit und Spiritualität, Ökumene und Kultur. Geplant sind 2000 Veranstaltungen.

dpa

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