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Brennpunkte Zitate zur Entwicklung in Rom: Zwischen Wut und Mäßigung
Nachrichten Brennpunkte Zitate zur Entwicklung in Rom: Zwischen Wut und Mäßigung
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12:58 28.05.2018
Marine Le Pen, Vorsitzende der rechtsextremen französischen Front National (FN), sieht einen „Staatsstreich“ der EU und der Finanzmärkte. Quelle: Thibault Camus/ap
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Rom/Brüssel

Wut und Enttäuschung auf der einen Seite, Mahnungen auf der anderen: Das Scheitern der Regierungsbildung von Fünf-Sterne-Bewegung und Lega erregt nicht nur in Italien die Gemüter. Eine Auswahl von Reaktionen in Zitaten:

„Die Europäische Union und die Finanzmärkte beschlagnahmen erneut die Demokratie. Was in Italien passiert, ist ein Staatsstreich, ein Raubüberfall illegitimer Institutionen auf das italienische Volk. Angesichts dieser Demokratie-Verweigerung wächst überall in Europa die Wut der Völker!“

(Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen auf Twitter zur Weigerung des italienischen Präsidenten Sergio Mattarella, den Euro- und Deutschland-Kritiker Paolo Savona zum Finanzminister zu ernennen)

„Die italienischen Wähler werden wütend sein, dass das Establishment neue Minister blockiert. Zeit für weitere Wahlen und mehr Stimmen.“

(Der ehemalige Chef der EU-feindlichen britischen Ukip-Partei, Nigel Farage, auf Twitter)

„Wir hoffen darauf, dass es alsbald zu einer stabilen proeuropäischen Regierung in Italien kommt. (...) Wir in Deutschland sollten uns mit Ratschlägen, was die Regierungsbildung anbelangt, etwas zurücknehmen. Wir haben schließlich auch sechs Monate gebraucht, um eine neue Regierung zu bilden.“

(Der deutsche Europastaatsminister Michael Roth, SPD, am Montag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel)

„Ich glaube, wir brauchen dem Präsidenten Mattarella keine Gebrauchsanleitung zu geben. Er ist ein guter Italiener und ein guter Europäer. Und ich glaube, er weiß schon, was er macht.“

(Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn am Montag ebenfalls in Brüssel)

„Dies ist keine freie Demokratie.“

(Fünf-Sterne-Chef Luigi Di Maio am Sonntagabend auf Facebook mit Blick auf das Vorgehen Mattarellas)

„Wir sind nicht die Sklaven der Deutschen oder Franzosen (...). An diesem Punkt muss das Wort wieder an euch zurückgegeben werden.“

(Lega-Chef Matteo Salvini am Sonntagabend auf Twitter an die italienischen Wähler)

dpa

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