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Brennpunkte Zwei 18-Jährige sterben in überfülltem Kleinwagen
Nachrichten Brennpunkte Zwei 18-Jährige sterben in überfülltem Kleinwagen
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06:50 29.09.2016
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Welzheim

Eine Clique Jugendlicher feiert am Dienstagabend zusammen auf dem Cannstatter Volksfest, wenige Stunden später sind zwei von ihnen tot.

Weil sie dieselbe Richtung haben, quetschen sie sich bei der Heimfahrt zu acht in einen VW Polo. Nach wenigen Kilometern überschlägt sich der Wagen, zwei 18-Jährige sterben noch an der Unfallstelle.

Nach Auskunft eines Polizeisprechers waren die verunglückten fünf Männer und drei Frauen zunächst noch in einer größeren Gruppe mit der Bahn vom Stuttgarter Wasen-Gelände nach Geradstetten gefahren und von dort mit zwei Autos weiter nach Welzheim. Da ein Auto eine andere Richtung nahm, wechselten die übrigen Insassen in den Polo. Zwei setzten sich in den Kofferraum, die anderen verteilten sich vorne.

Was aber letztendlich dazu führte, dass die 18 Jahre alte Fahrerin kurze Zeit später die Kontrolle verlor, ist noch nicht geklärt. Sie hatte nach Auskunft des Sprechers keinen Alkohol getrunken. „Bisher können wir nur vermuten, dass sie abgelenkt war und wegen überhöhter Geschwindigkeit die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlor“, sagte er. Ein Gutachter ist eingeschaltet.

Junge Fahrer im Alter bis 24 Jahren verursachen statistisch gesehen die meisten Unfälle. Verkehrspsychologin Andrea Häußler vom TÜV Süd weiß, dass auch die Gruppendynamik eine große Rolle spielt. „Oft kommt es zu Unfällen, wenn die Beteiligten in Feierstimmung waren“, sagt sie. „Der Spaßmodus ist eingeschaltet und die Sicherheit wird hinten angestellt.“ Das sehe man auch schon an der Tatsache, dass die jungen Leute bereit waren, sich zu acht ins Auto zu setzen. Eine therapeutische Unterstützung sei jetzt enorm wichtig.

Der Polo war auf dem Dach in einem Maisfeld liegen geblieben. Von den überlebenden Insassen wurden drei schwer, die anderen leicht verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei erhofft sich in den nächsten Tagen weitere Erkenntnisse zum Unfallhergang.

dpa

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