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Brennpunkte Zwei Tote durch Schüsse aus Auto in Jerusalem
Nachrichten Brennpunkte Zwei Tote durch Schüsse aus Auto in Jerusalem
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05:38 10.10.2016
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Jerusalem

Ein Bewaffneter hat an einem Bahnhof in Jerusalem zwei Menschen mit Schüssen aus einem fahrenden Auto heraus getötet. Mindestens sechs weitere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei und der Rettungsdienst mitteilte. Die Polizei sprach von einem Terroranschlag.

Der mutmaßliche Angreifer wurde nach Angaben der Behörden auf der Flucht von einer Spezialeinheit der Polizei gestellt und in einem Feuergefecht erschossen. Der 39-Jährige stamme aus dem überwiegend von Palästinensern bewohnten Stadtteil Silwan in Ost-Jerusalem. Die radikal-islamische Hamas bekannte sich zu dem Angriff.

Die Behörde riegelte den Tatort am Ammunition Hill nahe der Polizeizentrale für Untersuchungen ab und verhängte eine Nachrichtensperre.

Die Hamas erklärte, Musba Abu Subei sei ein aktives Mitglied der Bewegung gewesen. „Schon bevor er heute seine Seele opferte, hat er sein Geld und Jahre seines Leben für die Al-Aksa-Moschee und für Jerusalem geopfert“, hieß es in der Stellungnahme weiter.

Die Al-Aksa-Moschee befindet sich auf dem Tempelberg in Jerusalem, der als drittheiligste Stätte des Islams gilt. Um die Gebets- und Besuchsrechte auf dem Plateau, auf dem sich auch der Felsendom befindet, kommt es zwischen Israel und den Palästinensern immer wieder zu Streit.

Nur einen Tag vor dem Angriff hatte Abu Subei der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan gesagt, er wolle sich am Sonntag der Polizei stellen und eine viermonatige Haftstrafe in Verbindung mit einem Überfall auf einen israelischen Polizeibeamten 2013 antreten. Der Bericht wurde auch in der Hamas-Stellungnahme bestätigt.

Bei den Todesopfern vom Sonntag handelt es sich nach Polizeiangaben um eine 60-jährige Frau aus Jerusalem, die am Oberkörper getroffen wurde, sowie einen 29 Jahre alten Polizeibeamten. Beide erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Am Tatort mahnte Polizeichef Roni Alsheich die Bevölkerung zu mehr Vorsicht, wie die „Jerusalem Post“ berichtete. Ein solcher Angriff könne Nachahmer ermutigen.

dpa

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