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Brennpunkte Zwei Tote durch Silvester-Böller in Brandenburg
Nachrichten Brennpunkte Zwei Tote durch Silvester-Böller in Brandenburg
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13:42 01.01.2018
Ein Rettungswagen mit Blaulicht in Berlin im Einsatz. Quelle: Lukas Schulze/archiv
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Potsdam

Bei Unglücken mit Feuerwerkskörpern sind zum Jahreswechsel in Brandenburg zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 35-jähriger Mann starb in Gusow-Platkow bei Frankfurt/Oder, als er Knaller in seinem Garten zündete.

In Kleinmachnow bei Potsdam kam ein 19-Jähriger kurz nach Mitternacht durch selbstgebautes Feuerwerk ums Leben. Zahlreiche Menschen wurden durch Böller verletzt.

Die Feuerwerkskörper, durch die der 35-Jährige in Gusow-Platkow getötet wurde, explodierten aus unbekannter Ursache, wie Torsten Herbst, Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, sagte. Gäste der Party leisteten dem Schwerverletzten erste Hilfe. Doch trotz Einsatzes eines Notarztes erlag der Mann noch vor Ort seinen schweren Verletzungen.

Der 19-Jährige in Kleinmachnow wollte nach Polizeiangaben bei einer Feier ein selbstgebautes Feuerwerk zünden und dabei am Kopf getroffen. Er starb trotz sofortiger Reanimationsversuche auf der Straße. Nach Polizeiangaben sicherten Kriminaltechniker und Spezialisten des Landeskriminalamtes bis Montagvormittag Spuren. Herkunft und Bestandteile des Feuerwerks sollen ermittelt werden.

Ein sogenannter Polenböller verletzte den Elfjährigen in Flecken-Zechlin vor allem an den Augen. Er war nach Polizeiangaben aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus mit Knallern beworfen worden. Von insgesamt acht Tatverdächtigen wurden die Personalien aufgenommen. Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz und fahrlässige Körperverletzung wurden aufgenommen.

Im Unfallkrankenhaus Berlin sind in der Silvesternacht etliche Menschen nach Unfällen mit Feuerwerk und Böllern behandelt worden. Bis 7 Uhr am Montagmorgen seien 21 Verletzte gezählt worden, teilte das Krankenhaus über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Das Team der Handchirurgie sei durchgehend in drei Operationssälen beschäftigt gewesen. Mindestens fünf Patienten hätten schwere Amputationsverletzungen erlitten.

dpa

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