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Zwei tote Pottwale auf Wangerooge angespült

Wangerooge Zwei tote Pottwale auf Wangerooge angespült

Das flache Gewässer im Wattenmeer war vermutlich das Todesurteil für zwei Pottwale: Am Freitag wurden die Kadaver der beiden Tiere auf der Insel Wangerooge angespült.

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Hans Uhlmann vom Naturschutzverein Mellumrat misst den Unterkiefer eines der angeschwemmten Wale.

Quelle: Peter Kuchenbuch-Hanken

Wangerooge. Auf der Insel Wangerooge sind zwei tote Pottwale angespült worden. Das größere der beiden männlichen Tiere misst knapp 13 Meter, das kleinere knapp 12 Meter.

Einen solchen Fund habe es auf Wangerooge noch nicht gegeben, sagte Inselbürgermeister Dirk Lindner am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Auf der einen Seite ist der Fund sehr beeindruckend, auf der anderen Seite sehr traurig.“ Die beiden Wale seien offenbar schon länger tot. „Sie sind ziemlich eingefallen.“ Was mit den Kadavern nun geschieht, ist noch unklar.

Doch wie ungewöhnlich ist der Fund? „Alle paar Jahre kommt es schon vor, dass tote Pottwale angespült werden“, sagte Imke Zwoch vom Nationalpark Wattenmeer. Männliche Pottwale zögen zum Winter hin vom Äquator in Richtung Polarkreis, wo das Wasser reich an Nahrung sei. Dabei folgten sie dem Golfstrom. Vermutlich hätten sich die Tiere verschwommen und seien zwischen Schottland und Norwegen oder aus dem Ärmelkanal falsch abgebogen, sagte Bürgermeister Lindner. „Wenn sie einmal im flachen Gewässer sind, haben sie keine Chance mehr. Das ist ihr Todesurteil. Im flachen Gewässer funktioniert ihre Ortung nicht mehr.“

Nach Angaben der Nationalparkverwaltung war 1994 auf Baltrum ein Pottwal angeschwemmt worden, der anschließend nach Norddeich geschleppt wurde, wo er entbeint und präpariert wurde. Dieses Tier ist heute in Wilhelmshaven ausgestellt. 1996 war ein 16 Meter langer toter Pottwal an der Insel Norderney gestrandet. Der 30 Tonnen schwere Koloss wurde später in einer Grube im Dünengürtel der Insel versenkt. Zuletzt war 2012 auf Juist ein neun Meter lange toter Zwerg- oder Minkwal am Strand entdeckt worden.

dpa

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