Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Zweites Erdbeben in China
Nachrichten Brennpunkte Zweites Erdbeben in China
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:22 09.08.2017
Rettungskräfte in der Provinz Sichuan (China) im Einsatz. Betroffen war der wenig besiedelte Kreis Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala. Quelle: Tpg
Anzeige
Peking

Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert. Die Stärke der neuen Erdstöße bezifferte das Erdbebenzentrum auf 6,6.

Während die Zahl der Opfer in der südwestchinesischen Provinz Sichuan Morgen auf 13 Tote und 175 Verletzte stieg, schreckte das zweite Beben die Menschen in der Region Xinjiang aus dem Schlaf.

Betroffen war der wenig besiedelte Kreis Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete von drei Verletzten. Im Umkreis von 20 Kilometern um das Epizentrum leben den Angaben zufolge aber auch nur 760 Menschen. Die neuen Erdstöße waren allerdings in der 400 Kilometer westlich gelegenen Hauptstadt der Region, Ürümqi, zu spüren.

Mit dem Tageslicht konnten am Mittwochmorgen (Ortszeit) in Sichuan die Bergungs- und Aufräumarbeiten nach dem Beben vom Vorabend nahe des Naturparks Jiuzhaigou richtig anlaufen. 28 Menschen erlitten schwere Verletzungen. Mindestens fünf der Toten waren Besucher der besonders in den laufenden Sommerferien beliebten Touristenattraktion. Rund 100 Reisende waren nach ersten Angaben in dem Naturpark eingeschlossen worden.

Das Beben in Sichuan hatte nach offiziellen Angaben die Stärke 7,0. Retter suchten in Trümmern nach Verschütteten oder trugen Verletzte in Sicherheit, wie auf Bildern in sozialen Medien zu sehen war. Eine Luftaufnahme, die das Parteiorgan „Volkszeitung“ veröffentlichte, zeigte, dass die Häuser in der Kreisstadt Jiuzhaigou am Mittwochmorgen „im Wesentlichen intakt“ waren. Auch fuhren Autos durch die Straßen.

Mehr als 1200 Helfer waren nach Angaben des Staatsfernsehens in Sichuan im Einsatz. Auch vier Hubschrauber seien aufgestiegen, zudem seien Hunderte Soldaten und medizinisches Personal auf dem Weg ins Erdbebengebiet. In der Provinz waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80 000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Region liegt an der Südwestspitze des Qinghai-Tibet-Hochplateaus und gilt als eine der erdbebenaktivsten Gegenden Chinas. Im April 2013 waren bei einem Erdbeben in Lushan rund 360 Kilometer südlich von Jiuzhaigou 196 Menschen ums Leben gekommen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert.

09.08.2017

Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt.

09.08.2017

Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert. In der südwestchinesischen Provinz Sichuan stieg die Zahl der Opfer auf zwölf.

09.08.2017
Anzeige