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Zypern-Konferenz vertagt

Noch offene Fragen Zypern-Konferenz vertagt

Bei den Verhandlungen um eine Wiedervereinigung Zyperns erweisen sich Sicherheitsfragen als harte Nuss. Wie können die Menschen entspannt in Frieden zusammenleben? Außenminister fanden zunächst keine Lösung, jetzt sollen Experten ran.

Es bleibt auch in den nächsten Wochen in Sachen Zypern spannend.

Quelle: Philippe Desmazes

Genf. Die Verhandlungen zu einer Wiedervereinigung von Zypern nach mehr als 40 Jahren Teilung gehen in Genf zunächst auf Expertenebene weiter.

Die Vertreter der griechischen und türkischen Zyprer sowie die Außenminister der Garantiemächte Türkei, Griechenland und Großbritannien konnten zunächst nicht den erhofften Durchbruch erzielen. „Die Konferenz geht weiter“, teilten die Vereinten Nationen in der Nacht zu Freitag mit. „Eine Arbeitsgruppe beginnt ihre Arbeit am 18. Januar. Sie soll spezifische Fragen identifizieren sowie Mechanismen, um sie zu lösen.“

Dabei geht es vor allem um Sicherheitsfragen. Der türkische Teil der seit 1974 geteilten Insel will als Sicherheitsgarantie weiter türkische Soldaten auf seinem Territorium. Die anderen Länder lehnen das ab. Ziel ist, Zypern als Föderation mit zwei gleichberechtigten Bundesstaaten zu etablieren.

Parallel zu den Sicherheitsfragen, die mit Vertretern der Garantiemächte ausgehandelt werden, wollen die Zyprer untereinander weiter über schwierige Fragen wie Kompensation für Vertriebene, die Modalitäten der Präsidentschaft und die genaue Grenzziehung zwischen den Bundesstaaten verhandeln.

UN-Generalsekretär António Guterres war nach der ersten Gesprächsrunde am Donnerstag zuversichtlich, dass bei der Konferenz ein Durchbruch erzielt werde. „Wir wollen aber keinen Schnellschuss, sondern eine solide Lösung“, sagte er. Alle Seiten betonen, dass dies die letzte Chance sei, die Teilung zu überwinden. Der türkisch-zyprische Verhandlungsführer Mustafa Akinci erklärte das in einem BBC-Interview so:. „Die jüngeren Generationen entfremden sich immer mehr. Und sie konzentrieren sich dann nicht mehr auf eine föderale Lösung. Sie haben dann keine Vision für eine gemeinsame Zukunft mehr.“

Die Mittelmeerinsel ist seit einem Putsch in Griechenland 1974 und einer darauf folgenden Invasion im nördlichen Teil der Insel geteilt. Den nördlichen Teil erkennt nur die Türkei an.

dpa

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