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Letzter Auftritt im „Tatort“ – Ciao, Kopper!

Medien Letzter Auftritt im „Tatort“ – Ciao, Kopper!

Er kochte Spaghetti mit Tomatensauce für seine Kollegin Lena Odenthal und nahm sie in den Arm, wenn sie Seelentrost brauchte. Am Sonntag verabschiedet sich Kriminalhauptkommissar Mario Kopper vom „Tatort“. Ein grob Gestrickter mit gutem Herzen, der vermisst werden wird.

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Tausendsassa aus Bella Italia: Andreas Hoppe war als Kriminalhauptkommissar Mario Kopper Seelentröster und WG-Mitbewohner von Lena Odenthal.

Quelle: Foto: ARD

Hannover. Ohne Mario Kopper würde es Lena Odenthal längst nicht mehr geben. Die Ludwigshafener Kommissarin (gespielt von Ulrike Folkerts) wäre mindestens dreimal gestorben, hätte ihr Partner ihr nicht das Leben gerettet. Er war ihr Seelentröster. Ihr Mitbewohner. Ihr Koch. Ihr Halt. Nach 57 gemeinsamen „Tatort“-Folgen hört Kopper (alias Andreas Hoppe) jetzt auf (ARD, 7. Januar, 20.15 Uhr). Er wird ihr fehlen. Uns auch. Oft genug brachte der breitschultrige Kerl nicht nur Lena Odenthals Psyche in die Balance, sondern auch den Sonntagabend-Krimi.

Ein Cop mit gutem Instinkt

Die Assistenten haben in der ARD-Kultreihe meist mehr zu tun als nur schon mal den Wagen zu holen. Der brave Thanner war das Kontrastmittel für Schimanskis schlechtes Benehmen. Der verkopfte Perlmann bildete das Gegengewicht zum Bauchgefühl von Klara Blum. Inzwischen sind die Assis häufig die wahren Helden der Ermittlung: Wenn Kommissarin Lürsen emotional zu sehr beteiligt ist, löst Stedefreund den Bremer Fall. In Wien war „die Bibi“ die Rettung für den österreichischen „Tatort“, nachdem mit der Laune des grantelnden Moritz Eisner auch die Einschaltquoten in den Keller gegangen waren.

Kopper ist kein Star-Ermittler. Er ist eher grob gestrickt, aber er hat sein Herz am rechten Fleck und besitzt einen guten Instinkt. Als in der Folge „Nachtwanderer“ (2006) ein abgewiesener Liebhaber sich und seine Geisel per Handy-Fernzündung in die Luft sprengen wollte, zwang Kopper die Telefongesellschaft, alle Funkmasten im Umkreis auszuschalten. Er trägt sein Haar lang und fettig und sein Hemd gern weit offen. Aber so richtig italienisch kommt Kopper nicht rüber, auch wenn die Drehbuchschreiber ihn immer mal wieder Ossobuco oder Spaghetti mit Mamas Tomatensoße für seine Chefin kochen lassen.

Verschworenes Duo unter Pfälzern

Im Ludwigshafener Team bildet Kopper mit Lena Odenthal ein verschworenes Duo zwischen den pfälzisch babbelnden Kollegen, der Sekretärin Frau Keller und dem Spurensicherer Becker, der wie Kopper nie beim Vornamen genannt wird. Die inzwischen offenbar aufgelöste Wohngemeinschaft mit Lena (häufig ergänzt durch eine Katze) beweist, dass beide auch privat von wenig anderem als ihrer Polizeiarbeit erfüllt werden.

Mit seiner Bodenhaftung bewahrt Kopper die chronisch überarbeitete Lena Odenthal vor mancher Blamage, schenkt ihr guten italienischen Rotwein ein und gibt ihrem unsteten Leben Halt. Aber nur noch bis zu diesem Wochenende. Nach mehr als 20 Jahren verlässt Schauspieler Andreas Hoppe (57) die Krimi-Reihe und seine Kollegin Ulrike Folkerts (56). An deren Seite bekommt die 33-jährige Lisa Bitter als innovativ ermittelnde Fallanalytikerin Johanna Stern mehr Anteil daran, die Morde in der Rheinstadt aufzuklären.

Ein letzter Grappa im Stehen

In seinem letzten „Tatort“-Fall („Kopper“, Sonntag, 7. Januar, 20.15, Das Erste) darf Kopper dann doch noch einmal seine italienische Herkunft ausspielen. Er trinkt Grappa im Stehen an der Bar mit einem alten Freund aus der Kindheit, wird in eine Mafia-Familienfehde hineingezogen, verschweigt Lena gegenüber lange die Hintergründe – und kehrt später reumütig auf den Boden des Gesetzes zurück: „Lena, wir müssen reden“, sagt er, dabei ist offenes Reden nun gerade das, was er nicht beherrscht.

Kopper hat so viele Action-Szenen wie nie, darf schießen, sprinten, sich schlagen und Motorboot fahren. Dass sein Fiat 130 als Fluchtfahrzeug in Gefahr gerät, stellt Koppers Liebe zum Turiner Kultauto (die früher einem Alfa Giulia gehört hat) auf eine harte Probe. Aber die Autos der „Tatort“-Kommissare – das ist wieder eine andere Geschichte.

Von Lars Fetköter / RND

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