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20 000 Fans strömen zum Dockville Festival

Hamburg 20 000 Fans strömen zum Dockville Festival

. In einer lauen Sommernacht mit Vollmond und der britischen Rockband Bastille hat das zehnte Dockville-Festival in Hamburg-Wilhelmsburg begonnen.

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„Moin, Dockville!“ Bastille-Sänger Dan Smith grüßt norddeutsch.

Hamburg. . In einer lauen Sommernacht mit Vollmond und der britischen Rockband Bastille hat das zehnte Dockville-Festival in Hamburg-Wilhelmsburg begonnen. Die Indie-Rock-Band um Frontmann Daniel Campbell Smith beschallte die Hauptbühne „Großschot“ auf der Elbinsel vor 20000 Menschen. Der Londoner Smith begrüßte das Publikum auf Norddeutsch: „Moin Dockville, wir sind Bastille!“, um dann seine Begeisterung über das Festival kundzutun. Die Menge zeigte sich bei Bastilles einzigem Festival-Auftritt in Deutschland textsicher und stimmgewaltig, besonders bei dem Hit „Things we lost in the fire“.

Kräftig mitgebrüllt wurde am Auftakttag auch beim letzten Song von Milky Chance, „Stolen Dance“, dem Lied, das von Kassel um die Welt ging. Das Duo aus Nordhessen mit seinem Sorglos-Sound und einer Mundharmonika passte zur entspannten Atmosphäre zwischen Hafenindustrie und Birkenhainen. Milky Chance sind dort alte Bekannte: Sie wurden beim Dockville 2013 groß und waren vorher selbst Festivalbesucher in Wilhelmsburg. „Hier sind wir als 16-, 17-Jährige hingegangen. Viele Freunde von uns sind heute hier. Die Laune ist mega gut“, rief Sänger Clemens Rehbein.

Launig und laut ging es bis kurz vor Mitternacht auf der zweitgrößten Bühne „Vorschot“ mit der Punkband Feine Sahne Fischfilet aus Mecklenburg-Vorpommern zu. „Jetzt ist hier eine Stunde Abriss“, kündigte der bullige Frontmann Jan „Monshi“ Gorkow an. Eine meterlange Antifa-Fahne wehte vor der Bühne zu den Ska-Klängen der zwei Trompeten. „Wenn wir eines über kommerzielle Festivals gelernt haben, ist es, dass Kurze und Mischgetränke immer zu teuer sind. Deswegen bringt man sich seinen Schnaps von Aldi selbst mit“, meckerte Gorko vor der bereits riesigen Fischfilet-Fangemeinde.

Gestern, am zweiten Festivaltag, traten als Headliner die Foals aus Oxford auf der Hauptbühne auf. Auf der „Vorschot“ war das Highlight das Gießener Pop-Trio OK Kid. Als Geheimtipps gelten das Hamburger Frauen-Duo Schnipo Schranke und das Wiener Quartett Bilderbuch. Noch bis heute Abend treten an elf Spielorten Soloisten, Bands und DJs aus der Indie-, Folk-, Hiphop- und Electro-Szene auf.

Zur zehnten Auflage des Dockville kommen täglich 20 000 Besucher auf das Gelände am Reiherstieg.

LN

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