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Kultur im Norden 25 Jahre Mahnung: Stolpersteine
Nachrichten Kultur Kultur im Norden 25 Jahre Mahnung: Stolpersteine
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18:10 14.12.2017
Köln

Auf Demnigs Stein vor dem Historischen Rathaus in Köln waren die Anfangszeilen von Himmlers Erlass zu lesen, dem sogenannten „Auschwitz-Erlass“, im Hohlkörper des Steines war der gesamte Text enthalten. Der Kölner Künstler, der im Oktober 70 geworden ist, hat seitdem rund 63000 „Stolpersteine“ verlegt, bis zu 500 sind es im Monat. Er nennt seine „Stolpersteine“ „das größte dezentrale Mahnmal der Welt“.

Bei allem Erfolg, es gibt auch Kritiker: Charlotte Knobloch, Holocaust-Überlebende und Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, wirft Demnig vor, dass mit den „Stolpersteinen“ das Andenken der Menschen sprichwörtlich mit Füßen getreten werde. In München dürfen keine Steine auf öffentlichen Wegen verlegt werden. Doch nicht alle Juden sind ihrer Meinung.

Julia W. aus Köln etwa findet die Steine sehr gelungen. Zu einem Stolperstein in der Kölner Südstadt hat sie eine besondere Beziehung: Er trägt den Namen einer Verwandten, die 1941 im Alter von 22 Jahren von den Nazis verschleppt und ermordet wurde. Sie hat keine Ahnung, wer den Stein in Auftrag gegeben hat. „Aber ich bin sehr froh, dass es ihn und alle anderen gibt.“

LN

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