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Kultur im Norden 600 Stunden Musik mit deutschen Top-Talenten
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19:27 24.05.2018
Posaunist Konstantin Kappe aus Bad Schwartau erhielt einen Sonderpreis, er wurde von Moritz Heinrich am Klavier begleitet. Quelle: Foto: Roessler
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„Die Hansestadt geht als ideale Gastgeberin in die Jugend- musiziert-Annalen ein“, schwärmt Susanne Fließ vom Organisationsteam. 30 Veranstaltungsorte, fußnah zu erreichen, freundliche Betreuung, dazu acht Tage Sonnenschein – das hat nicht nur den Veranstaltern, sondern auch den 2600 Teilnehmern und etwa 6000 „Schlachtenbummlern“ gefallen. In der Rotunde der MuK konnte man sich gestern beim Finale noch einmal vom außerordentlichen Können der Jungmusiker überzeugen. Stifter und Privatpersonen verteilten Sonderpreise, und die Geehrten dankten mit Musik. So wie Konstantin Kappe aus Bad Schwartau, der als Posaunist beim Wettbewerb mit 25 Punkten in seiner Sparte siegte und außerdem als Sonderpreis ein Solo mit dem Kammerorchester an der TU Darmstadt spielen darf.

Beim Abschlusskonzert am Mittwoch gab es mehrere Überraschungen. Da war zum Beispiel die Familie aus Krefeld: sechs Kinder, sechs Streichinstrumente. Sie spielten aus dem Sextett opus 18 von Johannes Brahms, wurden vom Präsidenten des Sparkassen- und Giroverbandes, Reinhard Boll, mit dem Sonderpreis für Familien-Ensembles belohnt. Sonderpreise überreichte auch Saskia Egger von der Deutschen Stiftung Musikleben.

Kunstlieder waren angekündigt. Sie wurden nicht von Musikstudenten vorgetragen, sondern von zwei Jungen aus der Gruppe der Dreizehn- und Vierzehnjährigen. Ein leuchtender Knabensopran stand im Saal.

Oder die Gruppe von acht Cellisten aus Süddeutschland, volltönend mit Brasilianischem von Heitor Villa-Lobos. Loreen Sima, Jahrgang 2001, überraschte mit einer Eigenkomposition mit dem E-Bass, das Duo von Vibraphon und Marimba war ebenfalls sehr schwungvoll und überzeugend.

Aber auch viel Klassisches war zu hören: Brahms, Penderecki, Strawinsky. Gegen Ende wurde es fetziger. Etwa beim Schlusspunkt, den ein Lübecker Oktett mit Verstärkung aus Groß Grönau und Gelting setzte, sieben Saxophone plus Klavier. Mitreißend erklang die Komposition des belgischen Zeitgenossen Alain Crepin.

Zum 56. Bundeswettbewerb lud Ulrich Rademacher, Vorsitzender von „Jugend musiziert“, im Juni nächsten Jahres nach Halle ein. Aber auch eine erneute Einladung von Bürgermeister Jan Lindenau nach Lübeck steht. Der nächste freie Termin ist allerdings erst 2026. ph/kd

LN

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