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Kultur im Norden 8176 Seiten von Robert Schumann stehen jetzt im Internet
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20:31 05.11.2013
Die „Lieder für die Jugend“ mit einer Zeichnung Ludwig Richters.

Das Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck setzt das Projekt der Digitalisierung seiner Sammlungs-Bestände fort. Zum ersten Mal weltweit sind ab Freitag Erst- und Frühdrucke von Werken Robert Schumanns im Internet einsehbar. „Wir haben mit der Digitalisierung unserer Schumann-Bestände zwei Ziele erreicht: Zum einen machen wir die zum großen Teil von Renate und Kurt Hofmann zusammengetragene Sammlung für die Wissenschaft zugänglich. Zum anderen aber schonen wir die zum Teil sehr fragilen Gegenstände“, sagt Wolfgang Sandberger, Leiter des Instituts.

Das Brahms-Institut besitzt 128 Erst- und Frühdrucke der insgesamt 156 Werke Schumanns. Diese Werke sind in höchster Qualität gescannt worden und stehen jetzt, mit einem elektronischen „Wasserzeichen“ des Instituts versehen, Wissenschaftlern in aller Welt zur Verfügung. Insgesamt 8176 Seiten Schumann stehen jetzt im Netz, das Projekt konnte mit Fördergeldern von insgesamt 56 000 Euro verwirklicht werden.

Mit der Internet-Edition der Schumann-Bestände ist die Digitalisierung der Sammlung des Brahms-Instituts einen entscheidenden Schritt vorangekommen. 2003 startete das Institut mit seinem Fotobestand, der überwiegend aus dem Brahms-Nachlass stammt, die Digitalisierung seiner Sammlung. 2006 folgten die kompletten Erst- und Frühdrucke der Werke von Brahms mit über 11 000 Einzelseiten. Seit 2010 können weitere 20 000 Dokumente abgerufen werden, vom Adressbuch des Komponisten über Brief- und Werkautographen sowie Stichvorlagen bis hin zu 200 Konzertprogrammen und etwa 100 Brahms gewidmeten Notendrucken von zeitgenössischen Komponisten.

In einem nächsten Schritt soll nun auch der Nachlass von Theodor Kirchner erschlossen und digitalisiert werden. Aus dem Nachlass Kirchners, der ein enger Freund von Johannes Brahms war, stammen die meisten Schumann-Drucke, die sich im Brahms-Institut befinden.

Zeitgleich mit der Präsentation des Digitalisierungsprojektes eröffnet das Brahms-Institut am Freitag, 8. November, um 19 Uhr seine neue Ausstellung. Sie zeigt auch einige besonders schön gestaltete Titelblätter, die der romantische Maler und Zeichner Ludwig Richter (1803-1884) für Schumanns Werke angefertigt hat. Außerdem stellt die Schau, eingerichtet vom Musikbibliothekar des Instituts Stefan Weymar, verschiedene Fassungen, Auflagen oder Ausgaben eines Werkes gegenüber. Zwei Veranstaltungen am 9. und 13. November mit Kammermusik von Schumann ergänzen die Digitalisierung und die Ausstellung. Fel

LN

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