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Kultur im Norden Adieu für ein Symbol und zwei Theaterleute
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20:25 29.06.2017
Das „Ost“-Neonzeichen ist vom Dach der Berliner Volksbühne verschwunden, jetzt wird das „Räuberrad“, Symbol der Ära Castorf, abgebaut. Quelle: Fotos: Dpa,imago
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Berlin

Die für ihre Widerspenstigkeit berüchtigten und weit über Berlin hinaus wirkenden Theaterleiter Frank Castorf (65, Volksbühne) und Claus Peymann (80, Berliner Ensemble) treten in diesen Tagen endgültig ab. Castorf verabschiedet sich nach 25 Jahren mit Ibsens „Baumeister Solness“ am Sonnabend, er wird vom umstrittenen belgischen Kulturmanager Chris Dercon abgelöst. Peymann nennt seinen letzten BE-Abend nach 18 Jahren schlicht „Der Abschied“. Klaus Maria Brandauer, Cornelia Froboess und Herbert Grönemeyer werden am Sonntag dabei sein. Peymann wird von Oliver Reese abgelöst, der vom Schauspiel Frankfurt am Main kommt.

Gleichzeitig soll ein Symbol für die unangepasste Berliner Theaterlandschaft verschwinden – das sogenannte „Räuberrad“ vor der Volksbühne am Rosa-Luxemburg- Platz. Das Wahrzeichen der Castorf-Ära sollte eigentlich bereits am Mittwochabend abgebaut werden und zunächst für ein Gastspiel der Volksbühne nach Avignon wandern. Doch die Verankerung im Berliner Untergrund war zunächst auch für zwei Kräne zu stark. Das vier Meter hohe Rad war 1990 vom Bühnenbildner Bert Neumann (1960-2015) entworfen und 1994 vom Schweizer Bildhauer Rainer Haußmann anlässlich einer Inszenierung von Schillers „Räuber“ zusammengeschweißt worden.

mib

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