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Kultur im Norden Afrika-Abenteuer eines Forschers aus Lübeck
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19:15 17.12.2015
Günther Tessmann.

Der Forschungsreisende Günther Tessmann kannte sich in der Elefantenjagd, dem Eisenbahnbau und in der tropischen Landwirtschaft aus. Und er gilt als einer der Begründer der modernen Ethnologie. Tessmann, 1884 als Sohn eines Kaufmanns in Lübeck geboren, hat sein Leben und seine Afrika-Reisen in Tagebüchern dokumentiert, die in der Lübecker Völkerkundesammlung verwahrt und im Rahmen eines Forschungsprojektes aufgearbeitet werden. 2012 erschien der erste von fünf Bänden. Nun liegen auch der zweite und dritte Teil vor.

Der erste Band beschäftigt sich mit Tessmanns Kindheit und Jugend in Lübeck, seiner Ausbildung zum tropischen Landwirt und seinem ersten Aufenthalt in Zentralafrika von 1904 bis 1907. Der zweite Band der von Sabine Dinslage und Brigitte Templin transkribierten handschriftlichen Lebenserinnerungen thematisiert auf 304 Seiten die sogenannte Lübecker Pangwe-Expedition (1907-1909). Mit dieser vom Museum für Völkerkunde Lübeck organisierten Expedition ins bis dahin unerforschte Hinterland von Rio Muni (heute: Äquatorialguinea) wurde der Autodidakt Tessmann zum Ethnologen. Herausgeberin ist Brigitte Templin.

Teil drei, herausgegeben von Sabine Dinslage, schildert auf 544 Seiten weitere Forschungen in Afrika, die Tessmann im Auftrag des Reichskolonialamtes ab 1913 durchführte und die für ihn den Höhepunkt seiner Karriere darstellten.

Alle drei Bände sind im Shop des Museumsquartiers St. Annen und beim Verlagshaus Schmidt Römhild zu erwerben für 26,80 Euro (Teil 1), 22,80 Euro (Teil 2) und 32,80 Euro (Teil 3).

Außerdem können die Bände schriftlich bestellt werden (zuzüglich Porto) per E-Mail: elke.krueger@luebeck.de

LN

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