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Agata rettet die Oper

Lübeck Agata rettet die Oper

„Viva la Mamma“ sorgte für viel Heiterkeit bei der Lübecker Sommeroperette.

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Aus voller Kehle röhrt Mamma Agata (Thomas Herberich, l.). Komponist Vincenzo (Erwan Tacher) ist entsetzt und sucht Beistand bei Agatas Tocher Luigia (Franziska Blaß).

Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen

Lübeck. Lübeck. Handfester Skandal auf der Bühne: Die Proben für die Uraufführung der Oper „Romulus und Ersilia“ laufen aus dem Ruder. Erst gibt es Krieg zwischen den Diven, die Mezzosopranistin schmeißt hin. Dann wirft der polnische Tenor das Handtuch, und schließlich geht auch noch das Geld aus – die Stadt will die Subventionen fürs Theater streichen. Doch Rettung naht mit Mamma Agata, die nicht nur die Sängerin ersetzt, sondern auch die Finanzprobleme löst.

Es gibt also allerlei Ungemach und Verwirrungen in Gaetano Donizettis Komischer Oper „Viva la Mamma!“ von 1831, die am Freitag im Rahmen der Lübecker Sommeroperette Premiere hatte. Nach einigen Jahren Opern-Pause brachte das engagierte Ensemble um den Intendanten Michael P. Schulz den Zweiakter auf die Bühne des Johanneums und landete damit einen großen Erfolg.

Stimmlich souverän und mit sichtlicher Spielfreude agierten die Sänger (musikalische Leitung: Insa Bernds), wobei vor allem Sonja Pitsker als eitle Primadonna, Felix Müller als ihr Ehemann und Pawel Wytrazek als Tenor herausstachen. Und natürlich Mamma Agata, die allen die Show stahl – Bariton Thomas Herberich gab seinem Affen in dieser Frauenrolle ordentlich Zucker und sorgte für viele Lacher.

Auch das Ballettensemble präsentierte sich von seiner komischen Seite, das kam gut an (Choreographie: Sarah Schneider). Ein gelungener Abend – mit dem Verweis von Michael P. Schulz, dass die Lübecker Sommeroperette nun immerhin schon seit 23 Jahren ohne Subventionen der Stadt spielt. ph

Nächste Vorstellungen: 9., 11., 13. August, 19.30 Uhr, Johanneum

LN

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