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Kultur im Norden Aharon Appelfeld gestorben
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19:12 04.01.2018
Hoch geschätzt: Autor Aharon Appelfeld. Quelle: Foto: Dpa
Jerusalem

Seine Hauptthemen waren das jüdische Leben vor dem Holocaust und Kindheitserinnerungen aus Osteuropa. Über die Gräuel der Judenvernichtung selbst schrieb er aber kaum. Viele seiner Bücher erschienen beim Rowohlt-Verlag, darunter „Der Mann, der nicht aufhörte zu schlafen“, „Tzili“, „Zeit der Wunder“ und „Ein Mädchen nicht von dieser Welt“.

Die israelische Zeitung „Haaretz“ schrieb, dass Appelfeld als Holocaust-Überlebender nie als „Holocaust-Autor“ gesehen werden wollte. Israels Präsident Reuven Rivlin äußerte seine Trauer auch auf Facebook und teilte einen wenige Tage alten Beitrag seiner Frau Nechama. Darin erzählt sie von ihrer grenzenlosen Begeisterung für den hoch gelobten Schriftsteller. Einmal habe sie gekocht und im Radio gehört, dass es ein neues Buch von Appelfeld gebe, schrieb sie. Da sei sie direkt zum nächsten Buchladen gelaufen, um sich ein Exemplar zu kaufen. „Wenn ich seine Bücher lese, dann habe ich das Gefühl, ihn sprechen zu hören“, schrieb Nechama Rivlin.

Appelfeld wurde am 16. Februar 1932 in Jadowa (Rumänien) geboren und wuchs in Czernowitz in der heutigen Ukraine auf. Seine Mutter wurde nach dem Einmarsch der Deutschen ermordet, der Junge kam mit seinem Vater ins Ghetto. Er überlebte später unter anderem als Küchenjunge bei der Roten Armee. Mit 13 Jahren kam er in das damalige Palästina.

LN

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