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Albträume und eine Wahrheit, die schockiert

Albträume und eine Wahrheit, die schockiert

Vor neun Jahren sorgte der Fall „Maddie“ für internationales Aufsehen. Die dreijährige Madeleine McCann war abends aus der portugiesischen Ferienwohnung der britischen Familie spurlos verschwunden.

Vor neun Jahren sorgte der Fall „Maddie“ für internationales Aufsehen. Die dreijährige Madeleine McCann war abends aus der portugiesischen Ferienwohnung der britischen Familie spurlos verschwunden. Bis heute ist der Fall nicht aufgeklärt, und zeitweise wurden auch die Eltern verdächtigt. Einen ganz ähnlichen, wenn auch fiktiven Fall beschreibt die amerikanische Autorin Joy Fielding („Lauf, Jane, lauf!“) in ihrem neuen Thriller „Die Schwester“. Er beginnt damit, dass Caroline und Hunter Shipley mit ihren beiden kleinen Töchtern ihren zehnten Hochzeitstag in Mexiko feiern wollen. Als die Eltern am Abend aus einem Restaurant vom Essen zurückkommen, ist die zweijährige Samantha verschwunden. Eine verzweifelte, langjährige Suche beginnt. Die Eltern geben die Hoffnung nicht auf, ähnlich wie die McCanns. Auch im Roman wird die Mutter zeitweise verdächtigt. Doch damit enden die Parallelen zum authentischen Fall. Die Ehe der Shipleys zerbricht, und die ältere Tochter entfremdet sich von der Mutter, die inzwischen den Tod der Jüngeren mehr oder weniger akzeptiert hat. 15 Jahre später aber klingelt Carolines Telefon. Am Apparat eine junge Frau, die angibt, Samantha zu sein. Fielding schafft ein albtraumhaftes Szenarium mit einer schockierenden Wahrheit.

„Die Schwester“ von Joy Fielding, Goldmann Verlag München, 448 Seiten, 19,99 Euro.

D Der Jäger wird zum Gejagten: Jack Reacher – längst weltweit bekannt aus 17 Vorgänger-Romanen des Briten Lee Child – glaubt seinen Ohren nicht zu trauen, als er seine alte Wirkungsstätte, einen Militärstützpunkt, betritt und umgehend mit einer Mordanklage konfrontiert wird. Er hat keine Ahnung, wovon die Rede ist, und wittert ein Komplott. Wer könnte Interesse daran haben, ihn kaltzustellen? Der ehemalige Militärpolizist verlässt sich nicht auf die offiziellen Ermittlungen. Er will selbst aufklären, was hinter dem Tod eines Mannes steckt, der vor sechzehn Jahren durch seine Schuld umgekommen sein soll. Und so entzieht sich der ebenso taffe wie erbarmungslose Kämpfer für Gerechtigkeit geschickt seiner Festnahme. An seiner Seite seine Nachfolgerin Susan Turner. Es folgt eine außerordentlich spannende Flucht – bis „Die Gejagten“ aufdecken, was hinter der ominösen Anklage steckt. In dieser Story hat der Jurist Lee Child (Pseudonym für Jim Grant) wieder alle Register der Spannungsliteratur gezogen, was die „New York Times“ zu dem Lob „einer der besten und gerissensten Romane, die Child je geschrieben hat“ bewegte.

„Die Gejagten“ von Lee Child, Blanvalet Verlag München, 448 Seiten, 19,99 Euro.

LN

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