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Alle für Öffnung der Gurlitt-Sammlung

Berlin Alle für Öffnung der Gurlitt-Sammlung

Weitere wertvolle Kunstwerke in Polizei-Obhut.

Aus dem Kunstfund: „Zwei Reiter am Strand“ von Max Liebermann.

Berlin. Die Forderungen nach einem offenen Umgang mit den in München entdeckten Bildern des Kunsthändlersohns Cornelius Gurlitt werden immer lauter. Außenminister Guido Westerwelle warnte gestern vor einem Schaden für Deutschlands Ansehen. „Wir sollten die Sensibilität des Themas in der Welt nicht unterschätzen“, sagte Westerwelle am Rande eines Indien-Besuchs in Neu Delhi.

Regierungssprecher Steffen Seibert stellte eine Veröffentlichung einer Liste von Werken aus Gurlitts Bestand mit unklarer Erwerbsgeschichte in Aussicht. „Wir werden noch in dieser Woche weitere Einzelheiten zum Prozedere bekanntgeben können“, sagte Seibert. Er schränkte allerdings ein, das Aufklärungsinteresse der Öffentlichkeit und die Interessen der Justiz müssten miteinander in Einklang gebracht werden.

In Gurlitts Münchener Wohnung waren rund 1400 verschollen geglaubte Werke gefunden worden. Der Kunstschatz ist möglicherweise größer als bisher angenommen. Am vergangenen Wochenende wurden 22 wertvolle Kunstwerke bei Stuttgart auf Bitten des Besitzers in Sicherheit gebracht. Nach Auskunft des Landeskriminalamtes werden sie nun geprüft, auch mit Hilfe von Kunsthistorikern. Einige der Objekte sollen nach Angaben des Schwagers von Cornelius Gurlitt, der sie in seiner Wohnung in Kornwestheim bei Stuttgart verwahrt hatte, im Zusammenhang mit dem Münchner Kunstfund stehen. Die Polizei holte die Kunstwerke — überwiegend wertvolle Gemälde — ab und brachte sie an einen unbekannten Ort. Den Ermittlern liegen keine Anhaltspunkte für strafbares Verhalten vor.

LN

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