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Kultur im Norden Allein im Weltraum mit George Clooney
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21:17 29.08.2013

Noch vor kurzem galten 3D-Filme und ein Filmfestival wie Venedig als nicht kompatibel — hier die auf pures visuelles Spektakel angelegte Unterhaltung, dort die seriöse Filmkunst. Der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón bewies nun, dass 3D-Kino und das Genre Weltraumabenteuer sehr wohl zu einem Filmfestival passen. Selten wurde ein Eröffnungsfilm am Lido so vehement bejubelt wie Cuaróns „Gravity“.

Der Jubel galt dabei nicht nur den in „Gravity“ agierenden Stars George Clooney und Sandra Bullock, die zwei Astronauten verkörpern, die im All verloren gehen. Er galt einem Film, der damit überraschte, wie visuelles Spektakel und intimes menschliches Drama in ihm zusammengehen.

Die Trümmer einer Raumstation werden Clooney und Bullock zum Verhängnis. „Gravity“ beginnt mit einer launigen Szene, in der die beiden Astronauten außerhalb ihrer Raumstation ihre Arbeit verrichten, mit Blick auf den von der Sonne angestrahlten blauen Planeten — die Erde in überirdischer Schönheit. Während sie mit Schwindel kämpft, erzählt er alte Geschichten, unterbrochen nur von Anmerkungen ihres Verbindungsmannes am Boden in Houston. Man glaubt sich in einer romantischen Komödie — doch dann kommt der kurze Sturm der Trümmer, zerstört die Raumstation und tötet alle Astronauten außer Clooney und Bullock. Auch Houston meldet sich nicht mehr.

Der Film funktioniert einerseits als packendes Weltraumabenteuer mit einer Spur Ironie, andererseits aber wird eine Parabel erzählt über das Leben und die Hindernisse, die es dem Menschen in den Weg schickt, über unser aller Gefühl vom Verlorensein und über die Notwendigkeit, am Leben trotz alledem fest zu halten.

LN

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