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Als Künstler in den Krieg zogen

Als Künstler in den Krieg zogen

Im Jahre 1914 meldeten sich Millionen junger Männer freiwillig zum Militärdienst, in England und Frankreich ebenso wie in Deutschland.

Im Jahre 1914 meldeten sich Millionen junger Männer freiwillig zum Militärdienst, in England und Frankreich ebenso wie in Deutschland. Unter ihnen waren viele Schriftsteller, bildende Künstler und Komponisten. Sie alle erlebten die Hochstimmung der ersten Kriegstage ebenso wie das Grauen des Stellungskrieges. Viele starben auch in den Stahlgewittern des Ersten Weltkrieges.

In seinem Buch „Jahre ohne Sommer“ beschreibt der in Frankfurt am Main arbeitende Historiker Stefan Bruendel den Verlauf des Krieges anhand von Aufzeichnungen von Künstlern, die Uniform trugen und an allen Fronten eingesetzt wurden. Rupert Brooke etwa, dem Winston Churchill eine Offiziersstelle besorgte und der auf dem Wege nach Gallipoli an einer Sepsis starb. Von Brooke stammt das Gedicht „Der Soldat“, in dem es heißt: „Sollte ich sterben, denkt nur dies von mir: Daß da ein Winkel ist auf fremden Feld, der England ist für immer.“ Der Amerikaner Alan Seeger diente in der französischen Fremdenlegion und schrieb die unsterblichen Zeilen: „I have a rendezvous with death.“ Er starb 1916 in der Sommeschlacht.

Solche Blicke auf den Krieg machen das Geschehen verständlicher als rein historische Darstellungen. Stefan Bruendel ist deshalb ein gutes Buch gelungen, das natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Aber es ist ein wertvoller Teil der in Geschichten erzählten Geschichte. Fel

„Jahre ohne Sommer“ von Stefan Bruendel, Herbig Verlag, 300 Seiten, 24 Euro.

LN

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