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„Am Ball bleiben“, sagt Rainer Wulff

Lübeck „Am Ball bleiben“, sagt Rainer Wulff

E ntzugserscheinungen in der Fußball- Winterpause lassen sich durch kulturelle Highlights kompensieren. Unsere „Boys in Brown“ sind dennoch allgegenwärtig.

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Rainer Wulff (72) ist nach vier Jahrzehnten beim NDR seinem Journalistenberuf immer noch treu: Leiter des Operngesangswettbewerbs Maritim Musikpreis, Juror, Kritiker, Moderator, Hörbuchautor (Satiren) und schon im 30. Jahr als Stadionsprecher beim FC St. Pauli die „Stimme des Millerntors“.

Lübeck. E ntzugserscheinungen in der Fußball- Winterpause lassen sich durch kulturelle Highlights kompensieren. Unsere „Boys in Brown“ sind dennoch allgegenwärtig. Einer „meiner“

St. Paulianer — voraussichtlich Fan-Liebling Jan-Philipp Kalla — wird am 28. Januar aktiv dabei sein, wenn Thomas Nast (Chef der Lesebühne LÄNGS, brillanter Autor und St. Pauli- Fan) mit mir in seiner Bar „Mathilde“ in Hamburg-Ottensen unter dem Motto „Stadionsprecher trifft Fan“ zur nächsten Lesung frischer satirischer Texte auflaufen wird. Dort werde ich mir (dann nur als Zuhörer) auch die monatliche Lesung des amüsanten LÄNGS-Ensembles am 13. Februar nicht entgehen lassen, mit dem ich gelegentlich auch als Gastautor lesen darf. Humor mit Biss! Unübertroffen dabei die urkomische „Poetry Queen“ Liefka Würdemann!

Am 14. Januar geht es nach Kiel zu Wagners „Rheingold“ , vom Publikum gefeiert, von den Kritikerkollegen zwiespältig aufgenommenen. Dem Bauunternehmen Fasolt &

Fafner hat Gottvater Wotan als Lohn für eine prachtvolle Burg seine Schwägerin versprochen. Das führt nach Fertigstellung des Baus zu Komplikationen, weil derlei Abmachungen mit der Bauwirtschaft schon immer als anrüchig galten. Gerade wir Hamburger wissen, wovon wir reden!

Am 16. Januar gehe ich (obgleich ein eingefleischter Kino-Hasser!) dann doch mal ins Lichtspielhaus. Das Eimsbütteler „Holi“ präsentiert live aus der New Yorker Met Georges Bizets Oper „Die Perlenfischer“ , weltweit in Kinos übertragen. Bei der Uraufführung 1863 aufgrund einer haarsträubenden Handlung ein Flop, inzwischen aber wegen der exotisch angehauchten Musik auch von der Met wiederentdeckt.

Am 22. Januar dann ein Abstecher nach Lübeck: Premiere von Mozarts zweideutiger, aber vielschichtiger Seitensprung- Oper „Così fan tutte“ , u.a. mit Wioletta Hebrowska, einst Preisträgerin beim Maritim Musikwettbewerb, den ich seit vielen Jahren leiten darf. Lübecks Oper ist (fast) immer eine Reise wert!

LN

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