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Angela Merkel als knallharte Intrigantin

Recklinghausen Angela Merkel als knallharte Intrigantin

Juli Zehs Komödie „Mutti“ bedient gängige Klischees.

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Nadja Robiné als Angela Merkel in „Mutti“.

Quelle: dpa

Recklinghausen. Drei Dinge zeichnen „Mutti“ aus: die „Raute“, die herabgezogenen Mundwinkel und die Intrige. Nichts ist „Mutti“ wichtiger als ihr Machterhalt und der Sieg der deutschen Nationalelf bei der WM in Brasilien.

In der Theaterkomödie „Mutti“ kommt Kanzlerin Angela Merkel als knallharte Regierungschefin daher, die Intrigenfäden spinnt, während ihre Koalitionspartner „Horst“, „Sigmar“ und Verteidigungsministerin „Ulla“ sich raufen wie im Kindergarten. Die Uraufführung der Satire der preisgekrönten Schriftstellerin Juli Zeh erntete bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen viele Lacher. Mehr als gängige Klischees über Merkel bedienen Zeh und ihre Ko-Autorin Charlotte Roos in dem anderthalbstündigen Stück allerdings nicht. Sie schicken das Koalitionsquartett in eine Gruppentherapie, und das ausgerechnet während des Endspiels der Fußball-WM in Brasilien — Deutschland gegen Spanien.

Als brillante Parodistin der Kanzlerin erweist sich Nadja Robiné, die Merkel perfekt imitiert. Bei der Premiere der Koproduktion mit dem Nationaltheater Weimar erlebten die Zuschauer temporeiche Dialoge. Doch über gehobenes BoulevardTheater kommt das Stück in der Regie von Hasko Weber nicht hinaus.

LN

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