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Arbeitskreis zur neueren Geschichte Lübecks

Lübeck Arbeitskreis zur neueren Geschichte Lübecks

Forschungsverbund will sich offener Fragen zur Historie der Stadt im 20. und 21. Jahrhundert annehmen.

Lübeck. Die Geschichte Lübecks ist sehr genau erforscht – was das Mittelalter und die Hansezeit angeht. Mängel gibt es jedoch in der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte der Stadt. Um diese Lücken der Geschichtsschreibung zu schließen, hat sich jetzt ein Arbeitskreis zur Geschichte Lübecks im 20. und 21. Jahrhundert gegründet. Federführend beteiligt sind bei diesem Forschungsverbund das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck und das Stadtarchiv. Zum ersten Sprecher des Arbeitskreises wurde Jan Lokers, Leiter des Stadtarchivs, gewählt.

 

LN-Bild

Archivleiter Jan Lokers.

„Es gibt relativ wenige Arbeiten zum Beispiel zum Thema ,Lübeck in der Weimarer Republik‘ oder ,Lübeck als nördlichste Großstadt an der Zonengrenze‘. Es sind zwar Dissertationen in Vorbereitung, die sich einigen Aspekten dieser Themen widmen, das Bombardement 1942 und die Geschichte der Lübecker Märtyrer sind ausgesprochen gut erforscht. Dennoch gibt es auf diesen Gebieten noch viel zu tun“, sagt Lokers. Als Beispiele für Bereiche, in denen es noch große Defizite gibt, nannte Lokers unter anderem die Geschichte der Parteien und des Parteiensystems in Lübeck nach 1918, die Umweltgeschichte der Stadt, den Strukturwandel und die Wirtschaftsgeschichte Lübecks sowie große Teile der Kulturgeschichte. Dazu gehöre dann auch, einigen „Lichtgestalten“ ein wenig – oder auch ein wenig mehr – von ihrem Glanz zu nehmen.

Der Arbeitskreis sieht sich nicht als Konkurrenz zum Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde. Vielmehr sollen die erhofften Studien zur neueren Geschichte der Hansestadt eine Ergänzung darstellen.

Der Arbeitskreis hat noch nicht festgelegt, in welcher Form die neuen Arbeiten veröffentlicht werden sollen. Vorerst wurde nur beschlossen, dass möglichst bald eine Homepage erstellt werden soll.

Eine zweite Sitzung des Arbeitskreises wird voraussichtlich im November stattfinden. Der Forschungsverbund wendet sich nicht nur an Historiker, auch interessierte Laien sind aufgefordert, sich zu beteiligen. Per E-Mail kann man sich beim Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung anmelden: sekretariat@zkfl.uni-luebeck.de

LN

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