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Art Basel setzt auf Qualität

Basel Art Basel setzt auf Qualität

Rigorose Auswahl: 286 Galerien dürfen auf der weltweit bedeutendsten Messe für moderne und zeitgenössische Kunst ausstellen.

Basel. . Die weltweit wichtigste Kunstmesse Art Basel verspricht in diesem Jahr noch mehr Qualität als sonst. „Wir leben in unsicheren Zeiten. Solche Zeiten verlangen eine noch stärkere Messe“, sagte gestern der Leiter der Schweizer Kunstmesse, Marc Spiegler. Die Qualität der historischen Werke sei deshalb noch höher als im vergangenen Jahr, erklärte der Art-Basel-Chef auf einer Pressekonferenz: Gemälde, Skulpturen, Installationen, Fotografien, Drucke, Videos und Multimediaarbeiten von mehr als 4000 Künstlern. Auch Werke der berühmtesten Meister der modernen und zeitgenössischen Kunst von Picasso, Miró, Klee, Warhol und Jeff Koons bis zur jüngsten Künstlergeneration werden in Basel gezeigt.

Bereits im Vorjahr standen die Klassiker der Moderne, die auf dem Kunstmarkt immer seltener werden, im Fokus der Messepolitik des Kulturmanagers. Die Art Basel sei noch nie eine Trendschau gewesen und werde es auch nie sein.

In Zeiten von Krieg, Terrorismus und Flüchtlingskrise seien auch viele starke politische Arbeiten dabei, wie Spiegler weiter ausführte. Eine davon ist die Rieseninstallation „The Culture of Fear: An Invention of Evil“ des Franzosen Kader Attia. Sie steht in dem Messebereich „Unlimited“, in dem überdimensionale Werke gezeigt werden. Sie besteht aus einem Eisengerüst an dem Zeitungsausschnitte hängen, die von Gewalt und Rassismus handeln. „Unlimited“ zeigt dieses Jahr 88 monumentale Werke. Zu den spektakulärsten Arbeiten gehört „White House“ von Ai Weiwei. Das einem Tempel nachempfundene Haus steht auf runden Glassockeln.

Die Art Basel gilt weltweit als die bedeutendste Messe für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 286 Galerien aus 33 Ländern teil. Mehr als 90 Prozent der Aussteller sind Stammgäste. Gute Galerien würden nicht aus dem Boden schießen, wie Spiegler am Rande der Pressekonferenz sagte. Unter den internationalen Ausstellern glänzen wie immer die Großen der Branche, darunter „Hauser & Wirth“, „Thomas Zander“, „Thaddaeus Ropac“ oder „White Cube“. Beworben hätten sich etwa 800 Galerien.

Sammler, Museumsdirektoren und VIPs können seit gestern die Messehallen mitten in der Stadt am Rhein besuchen. Für das breite Publikum öffnet die Art Basel am morgigen Donnerstag ihre Tore. Ein interessantes Programm mit über 30 Podiumsdiskussionen rundet das Ausstellerangebot der Kunstmesse ab. 90000 Sammler, Künstler, Museumsdirektoren, Kuratoren und Kunstliebhaber werden zu diesem Treffen der Kunstszene erwartet. Die 47. Ausgabe der Art Basel endet am Sonntag.

LN

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