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„Auf dem Laufenden bleiben“, sagt Jobst Schlennstedt

Lübeck „Auf dem Laufenden bleiben“, sagt Jobst Schlennstedt

Die CD rein, aufdrehen und für eine Stunde lang die Musik aufsaugen. Momentan steckt in meinem CD-Spieler das aktuelle Album „Bussi“ der österreichischen Band Wanda .

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Jobst Schlennstedt (39) ist Geschäftsführer des Lübecker Beratungsunternehmens CPL mit Schwerpunkt Logistik und Hafenentwicklung — und schreibt erfolgreich Kriminalromane, deren Schauplätze meistens die Lübecker Altstadt sowie die Ostseeküste sind.

Quelle: Lutz Roeßler

Lübeck. Die CD rein, aufdrehen und für eine Stunde lang die Musik aufsaugen. Momentan steckt in meinem CD-Spieler das aktuelle Album „Bussi“ der österreichischen Band Wanda . 2014 legten sie mit ihrem Debüt „Amore“ einen Senkrechtstart hin und wurden von den österreichischen Medien als die Wiener Reinkarnation von The Clash gefeiert. Und auch mich haben die eindeutig britisch angehauchten Gitarren sofort gepackt. Daher freue ich mich ganz besonders, dass es demnächst ein Wiedersehen mit der Autobahn Richtung Hamburg gibt und ich das ausverkaufte Wanda-Konzert in der Großen Freiheit hören kann. Dass es in den Texten stets um Schnaps, Sex und übertriebene Männlichkeit geht, sollte man dabei mit einem Augenzwinkern betrachten.

Schnaps und Sex sind auch in Pit Holzwarths Inszenierung „Die Katze auf dem heißen Blechdach“ am Theater Lübeck die ständigen Themen der modernen Interpretation von Tennessee Williams‘ Familientragödie. Auch die übertriebene Männlichkeit kommt in Form von Big Daddy — grandios verkörpert von Andreas Hutzel — nicht zu kurz. Während Jochen Weichenthal mit seiner Darstellung des vom Seelenschmerz und Alkohol zerstörten Brick den perfekten Gegenpart darstellt. Mich hat die minimalistische Umsetzung, die mit nur einem Bühnenbild auskommt und die Schauspieler ihre Regieanweisungen einfach sprechen statt spielen lässt, total gefesselt.

Regelrecht sprachlos war ich vor ein paar Wochen, als ich in den Medien folgende Meldung las: Die ermittelten DNA-Spuren in einem Raubüberfall vom vergangenen Sommer führen zu früheren RAF-Mitgliedern. Hatte ich doch gerade meinen neuen Lübeck-Krimi „#hanseterror“ beendet, in dem eine fiktive vierte Generation der RAF beim Lübecker G7-Treffen einen Anschlag verüben will. In meinen Krimis greife ich gerne zeitgeschichtliche und aktuelle Themen aus Lübeck auf. Da kann es auch mal vorkommen, dass die Realität meinen Plot überholt. Im April erscheint „#hanseterror“ und ich bin gespannt, ob und wie es in der realen RAF-Geschichte bis dahin weitergeht. Dann werde ich davon auch bei den Hansetagen 2016 im norwegischen Bergen berichten, zu denen mich das Goethe-Institut Oslo eingeladen hat. Darauf freue ich mich diesen Sommer ganz besonders.

Zum Abschluss auch noch ein kulinarischer Tipp: Am 1. März eröffnet in der Mühlenstraße 54 das „onni — Seoulkitchen“ . Ein koreanisches Restaurant, auf das sich Lübeck freuen darf!

LN

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