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Ausgezeichnete Bilder weiß auf schwarz

Ausgezeichnete Bilder weiß auf schwarz

Lübeck. Der mit 15 000 Euro dotierte Hans-Meid-Preis geht an die Illustratorin Line Hoven. Den Preis erhält die Hamburgerin am 12. November in Lübeck – dann wird auch eine Ausstellung mit ihren außergewöhnlichen Bildern in der Kunsthalle St. Annen eröffnet.

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Strich für Strich schabt Illustratorin Line Hoven ihre Bilder aus schwarzem Karton – wie den Dachs auf dem Sessel.

Quelle: Foto: Yuliya Komska

Hoven arbeitet in der anspruchsvollen Technik des Schabkartons. Das heißt, aus schwarz beschichtetem Karton kratzt sie mit einem gewöhnlichen Baumarkt-Cutter geduldig ihre detailreichen Bildkompositionen. „Diese Technik ist etwas ganz Besonderes“, erklärt Alexander Bastek. Der Leiter des Lübecker Behnhauses ist Mitglied der Jury der Hans-Meid-Stiftung, die den Preis vergibt. Ihn beeindruckt auch die Vielseitigkeit der Künstlerin, Mit ihrem Comic-Debüt „Liebe schaut weg“ habe Hoven bereits ein herausragendes Werk geschaffen. Bei Zeitungsillustrationen und Buchprojekten wie „Dudenbrooks“ oder „Schmythologie“ zu Texten von Jochen Schmidt habe sie ihre Illustrationskunst konsequent und unbeirrt weitergeführt. „Line Hoven illustriert nicht nur, in ,Dudenbrooks‘ hat sie den Texten eine eigene Wendung hinzugefügt.“

 

LN-Bild

Erstmals wird der Preis, der alle zwei Jahre an Grafiker im deutschsprachigen Raum vergeben wird, in Lübeck verliehen. Zeitgleich zur Preisverleihung am 12. November in der Kunsthalle St. Annen wird die Ausstellung „Scratch My Back“ mit Werken der Preisträgerin eröffnet, die bis zum 11. Februar 2018 zu sehen sein wird. Die Ausstellung präsentiert auch Werke der Nominierten und Preisträger im Hochschulwettbewerb und Beispiele der Illustrationskunst von Hans Meid.

Der Preis wurde 1993 von Max Meid, dem Sohn des Malers, Grafikers und Illustrators Hans Meid (1883-1957), für herausragende Werke der Buchillustration gestiftet.

LN

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