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Lübeck BUCHTIPPS

In einem abgelegenen Südtiroler Tal wird die Leiche eines Mädchens aufgefunden. Der Architekt Benedikt Haller gesteht sofort die Tat, doch die Dorfbevölkerung hält ...

Lübeck. In einem abgelegenen Südtiroler Tal wird die Leiche eines Mädchens aufgefunden. Der Architekt Benedikt Haller gesteht sofort die Tat, doch die Dorfbevölkerung hält seinen Sohn Michl für den eigentlichen Täter. Der fanatische Dorfpfarrer heizt die Stimmung an, indem er Michl als vom Teufel besessen brandmarkt. Commissario Johann Grauner kommt mit den Ermittlungen kaum voran. Die Leute im Dorf sind verschlossen und misstrauisch. Lenz Koppelstätters zweiter Fall mit dem Südtiroler Polizisten Johann Grauner ist ein solider Regionalkrimi, der die Abgeschiedenheit der Bergwelt und ihre verschrobenen Bewohner sehr anschaulich einfängt und mit einem packenden Finale aufwartet.

„Die Stille der Lärchen“ von Lenz Koppelstätter. Kiepenheuer & Witsch, 320 S., 9,99 Euro

Die Amerikanerin Jilliane Hoffman hat sich einen guten Ruf als Autorin spannender Krimis erarbeitet. Ihr neues Buch „Insomnia“ schließt an den Roman „Mädchenfänger“ an. Er handelt erneut vom FBI-Agenten Bobby Dees, Spezialist für das Auffinden verschwundener Personen. Am Anfang steht der Fall eines Mädchens, das verschwindet, aber nach ein paar Tagen wieder auftaucht und angibt, es sei dem „Hammermann“ entkommen, einem Serienkiller, der es auf einen ganz speziellen Mädchentyp abgesehen hat. Hoffman versteht es, immer wieder neue Wendungen in die Geschichte zu bringen und so ständig für Spannung zu sorgen.

„Insomnia“ von Jilliane Hoffman, Wunderlich Verlag, 480 Seiten, 19,99 Euro.

Der kleine Dodo, Enkel eines steinreichen Unternehmers aus Neapel, wird entführt. Die Lösegeldforderung lässt nicht lange auf sich warten. Inspektor Lojacono und sein Team sehen sich komplizierten Verhältnissen gegenüber. Die Familie des Jungen ist heillos zerstritten. Die Eltern leben getrennt voneinander, es gibt einen neuen Lebensgefährten der Mutter, der wie ein Nassauer wirkt, und alle hassen einander inbrünstig. Es gibt also genug Verdächtige. Maurizio de Giovannis dritter Roman „Der dunkle Ritter“ mit Inspektor Lojcono fällt leider gegenüber seinen Vorgängern etwas ab. Der Autor konzentriert sich ganz auf den Kriminalfall, der aber relativ vorhersehbar ist und nicht besonders spannend präsentiert wird. Es fehlt auch der Witz früherer Werke.

„Der dunkle Ritter“ von Maurizio de Giovanni. Rowohlt Verlag, 384 Seiten, 19,95 Euro.

LN

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