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Kultur im Norden Ballettschüler verzauberten Publikum
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20:22 27.02.2016

Graziös schwebten Antonia Kantorczyk und Morik Nikolic über die Bühne. Das Lampenfieber, von dem beide noch unmittelbar vor dem Auftritt sprachen, war ihnen nicht anzumerken. Das Duo hatte die Hauptrolle in dem märchenhaften Ballett „Der Nussknacker“ , das gestern in der Sporthalle des Gymnasiums „Am Tannenberg“ in Grevesmühlen von rund 80 Tänzern im Alter von vier bis 18 Jahren aufgeführt wurde — inszeniert von Ketty Dos Santos-Kranzow und ihrem Mann Steffen Kranzow von der Ballettschule Rehna/Grevesmühlen.

Es war die vierte und damit letzte Aufführung des Stücks. Große Begeisterung ernteten die Ballettschüler bereits in Lübeck und Rehna. Und so auch gestern. Das etwa 250-köpfige Publikum war fasziniert. „Es ist so toll umgesetzt worden“, schwärmt Ursula Brahm. „Das Schwierige ist, das Stück ohne Worte zu erzählen und das Publikum muss es verstehen. Das ist bestens gelungen“, freut sich auch Helmut Brinker.

Fast zwei Jahre dauerten die Vorbereitungen. Es wurden Kostüme genäht, am Bühnenbild gebastelt, Tänze einstudiert. Antonia Kantorczyk (10) aus Gostorf spielte Clara, die zu Weihnachten von ihrem Patenonkel einen Nussknacker bekommt. In der Nacht träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker, gespielt von Morik Nikolic, angeführten Spielzeugsoldaten. Der 17-jährige Morik nimmt seit zehn Jahren Ballettunterricht. „Oft werde ich belächelt. Aber das ignoriere ich. Fange ich erst an zu tanzen, kann ich nicht mehr aufhören. Es ist wie eine Sucht“, erzählte der Elftklässler lächelnd, der nach dem Abi Kriminalpsychologie studieren möchte. Anders ist es bei Ramona Kuhnert (16). Die Zehntklässlerin möchte einst im Theater arbeiten. „Auf oder hinter der Bühne“, sagte sie. Das könnte sich auch Ida Bosch vorstellen, auch wenn sie mit ihren neun Jahren noch Zeit hat, um über ihre Berufswahl nachzudenken. Fakt ist: „Ballett macht richtig viel Spaß.“ Die Schülerin aus Brook trainiert seit fünf Jahren.

Jana Franke

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