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Kultur im Norden Bayreuth: Spuren einer denkwürdigen Spielzeit
Nachrichten Kultur Kultur im Norden Bayreuth: Spuren einer denkwürdigen Spielzeit
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19:12 24.08.2016
„Tristan und Isolde“ mit Stephan Gould, Christa Mayer, Petra Lang.

. Die Bayreuther Festspiele 2016 werden ihre Spuren hinterlassen auf dem Grünen Hügel – aber womöglich anders, als es dem einen oder anderen Wagnerianer lieb ist. Denn der beeindruckende Zaun, in diesem Jahr aus Angst vor Terror um das Festspielhaus gezogen, wird bleiben. „Es wird weiterhin einen Zaun geben, und die Tore werden geschlossen sein“, sagt Festspiel-Geschäftsführer Holger von Berg.

Die Angst vor Terror, die Anschläge von Würzburg und Ansbach und der Amoklauf von München hatten den Beginn der Festspiele überschattet: kein roter Teppich, kein Staatsempfang, Politiker sagten ab. „Wir hatten am Anfang sehr viele Absagen“, sagt der Direktor des Hotels „Rheingold“, Achim Porsch. In seinem Haus sollten die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung ursprünglich übernachten.

Im Laufe der Festspiele aber habe sich die Stimmung entspannt, sagen auch andere Bayreuther Gastronomen.

Ob die Festspiele wegen der verschärften Sicherheitsvorkehrungen auf der einen oder anderen Karte sitzen blieben, ist nicht bekannt. „Weniger als 40 Karten gingen nicht raus“, sagt Geschäftsführer von Berg. „Aber das sind für uns Marginalien“, und im Grunde gelte das als ausverkauft. Dass nicht alle Karten für die Richard-Wagner-Festspiele verkauft würden, sei auch in vergangenen Jahren schon vorgekommen. „Wir sind mit der Saison selbstverständlich zufrieden. Wir haben alle Finanzziele erreicht“, betont er. Auf den vierteiligen „Ring des Nibelungen“ in der Inszenierung von Frank Castorf sei „der Druck vielleicht nicht so groß“. „Es kann auch mal sein, dass Leute Karten haben, aber nicht in alle vier Vorstellungen gehen.“ Aber für die Festspiele allgemein gelte: „Wir erleben eine große Begeisterung.“ Die Bayreuther Festspiele enden an diesem Sonntag so, wie sie am 25. Juli begonnen haben: mit Wagners Oper „Parsifal“ in einer Inszenierung von Regisseur Uwe Eric Laufenberg.

LN

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