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Beifallsstürme bei Castorfs Abschied von der Volksbühne

Berlin Beifallsstürme bei Castorfs Abschied von der Volksbühne

Der scheidende Intendant Frank Castorf (Foto) hat mit „Ein schwaches Herz“ am Donnerstagabend nach 25 Jahren seine letzte Inszenierung an der Berliner Volksbühne vorgestellt.

Berlin. Der scheidende Intendant Frank Castorf (Foto) hat mit „Ein schwaches Herz“ am Donnerstagabend nach 25 Jahren seine letzte Inszenierung an der Berliner Volksbühne vorgestellt. Er wandte sich dafür noch einmal seinem Lieblingsautor Fjodor M. Dostojewski zu. Dessen Erzählungen „Das schwache Herz“ und „Bobok“ sowie Michail Bulgakows Satire „Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf“ verwob er zu einem assoziationsreichen Kaleidoskop über die Unerreichbarkeit dauerhaften Glücks. Mit vier Stunden fiel der Abend für Castorf-Verhältnisse recht kurz aus. Einige Zuschauer gingen dennoch vorzeitig. Der Großteil aber blieb und applaudierte am Ende kräftig. Als sich Frank Castorf verbeugte, ging ein regelrechter Beifallssturm los, der aber wohl mehr ihm als der Inszenierung galt. Castorfs Nachfolge wird der belgische Museumsmann Chris Dercon übernehmen.

LN

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